Europäische Server-Umsätze steigen wieder

Nach einer langen Durststrecke legte der Server-Markt in der EMEA-Region im ersten Quartal wieder zu. Bei IBM macht sich der Verkauf der x86-Serversparte bereits bemerkbar.

Laut dem IT-Research- und Beratungsunternehmen Gartner wuchs der weltweite Server-Markt im ersten Quartal 2014 um 1,4 Prozent, während der Umsatz über das Jahr hinweg um 4,1 Prozent  schrumpfte. „Im ersten Quartal 2014 gab es ein relativ schwaches Wachstum auf globaler Ebene, aber mit den unterschiedlichsten Ergebnissen für die einzelnen Regionen“, so Jeffrey Hewritt, Gartner Research Vice President. In der Region EMEA (Europa, Nahost und Afrika) gab es nach einem Umsatzrückgang in zehn aufeinanderfolgenden Quartalen wieder steigende Erlöse zu vermelden: Der Gesamtumsatz legte in den ersten drei Monaten um 2,5 Prozent auf 3 Milliarden Dollar zu. Die Stückzahlen gingen allerdings um 6,1 Prozent auf 547.900 Stück zurück. „Trotz des Rückgangs bei den Stückzahlen ist dies eine gute Nachricht für die Server-Hersteller“, so Gartner-Analyst Hewritt weiter.

Hewlett-Packard führt den Markt in EMEA nach Stückzahlen mit einem Anteil von 39,2 Prozent an. Dahinter folgen Dell (20,9 Prozent) und IBM (7,1 Prozent). IBM musste mit einem Minus von 30,6 Prozent den stärksten Rückgang der Top-Hersteller verkraften. Der Gartner-Analyst führt dies auch auf die Schwäche im x86-Geschäft zurück. Big Blue hatte angekündigt, diesen Geschäftsbereich an Lenovo zu verkaufen. Fujitsu und Cisco folgen auf den Plätzen. „Wir gehen derzeit davon aus, dass sich die Kunden in ihren Investitionen in den kommenden Monaten zurückhalten werden. Die Plattform-Migrationen werden eine Herausforderung bleiben“, prognostiziert Gartner-Analyst Hewritt. Weltweit betrachtetet, verzeichneten die chinesischen Hersteller Inspur Electronics (+ 288,7 Prozent) und Huawei (+ 61 Prozent) das stärkste Wachstum.

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