Kaspersky: Wenig Vertrauen in intelligente Stromzähler

Das Vertrauen in intelligente Stromzähler ist unter den Verbrauchern in Deutschland noch nicht sehr ausgeprägt. Das ergab eine Umfrage vom Security-Spezialisten Kaspersky.

Das Vertrauen in intelligente Stromzähler ist unter den Verbrauchern in Deutschland noch nicht sehr ausgeprägt. Das ergab eine Umfrage, die der IT-Sicherheitsspezialist Kaspersky Lab beim Analysedienst Statista in Auftrag gegeben hat. Die Ergebnisse legten nahe, dass es noch «erheblichen Aufklärungsbedarf» in der Bevölkerung gebe, sagte Kaspersky-Manager Holger Suhl. Mehr Akzeptanz werde nur entstehen, wenn Datenschutzbelange nachvollziehbar und die Sicherheit der Infrastruktur gewährleistet seien. Der sichere Einsatz intelligenter Messsysteme und Stromzähler («Smart Meter») ist auch Bestandteil eines Gesetzentwurfs zur Digitalisierung der Energiewende, den der Bundestag am Donnerstag beschließen will.

Sorgen, die neue Technik führe zu «gläsernen Bürgern» und sammle massenhaft Daten zum privaten Stromverbrauch, hält Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) für unbegründet. Es werde einen wasserdichten Datenschutz geben, hatte er im vergangenen Jahr gesagt. Bei privaten Haushalten beginnt der Einbau ab dem Jahr 2020. Die digitalen Stromzähler müssen die Kunden bezahlen. Der Umfrage zufolge setzen 37 Prozent der Befragten Vertrauen in die «Smart Meter» zur digitalen Erfassung und Abrechnung der Verbrauchsdaten. 32 Prozent lehnen diese Aussage jedoch ab, 31 Prozent waren unentschlossen. In Sachen Datenschutz und Cybersicherheit bei großen Unternehmen und Dienstleistern haben demnach 71 Prozent der Nutzer Sorgen geäußert. 69 Prozent gehen davon aus, dass die Digitalisierung das Leben «gläsern» mache. (dpa)

Abonnieren
Benachrichtigen bei
guest
0 Comments

Billiganbieter werden mit Zöllen nicht gestoppt

Ab November kommt eine zusätzliche Bearbeitungsgebühr auf günstige Online-Bestellungen hinzu. Der deutsche Handelsverband ist damit nicht zufrieden.

OpenAI pausiert KI-Training nach neuem Zwischenfall

Der ChatGPT-Entwickler OpenAI hat nach einem neuen Zwischenfall das Training seiner leistungsstärksten KI-Modelle ausgesetzt.

Meta bringt KI-Brille mit Display auch nach Deutschland

Um Kamera-Brillen unter anderem von Meta gibt es aktuell Datenschutz-Debatten. Der Facebook-Konzern prescht aber voran und bringt in Deutschland ein Modell mit Display auf den Markt.