
WWDC: Apple kündigt Produktoffensive an
Apple steigt mit dem HomePod ins Geschäft mit vernetzten Lautsprechern ein. Zudem kündigte der Konzern auf der WWDC zahlreiche neue Produkte an.
Die volle Angebotspalette aus Macbook-Notebooks und iMacs mit eingebautem Display wurde mit schnelleren Intel-Prozessoren und besserer Grafik aufgefrischt. Für Nutzer, die wie zum Beispiel Videoprofis auf besonders leistungsstarke Computer angewiesen sind, gibt es Ende des Jahres zudem einen iMac Pro – «den bisher schnellsten Mac». Apple musste sich zuletzt den Vorwurf gefallen lassen, professionelle Mac-Nutzer zu vernachlässigen, weil der für sie gedachte Computer Mac Pro seit 2013 nicht aktualisiert wurde. Seine Mac-Computer mach Apple erstmals kompatibel mit virtueller Realität. Das Hollywood-Spezialeffektestudio ILM demonstrierte auf der Entwicklerkonferenz WWDC am Montag, wie auf einem iMac-Tischrechner eine VR-Szene aus dem «Star-Wars»-Universum entworfen wird, in die Nutzer mit Spezialbrillen eintauchen können.
Beim iPad-Tablet gibt es künftig ein neues Pro-Modell mit einer Bildschirmdiagonalen von 10,5 Zoll statt der bisherigen 9,7 Zoll. Die iPad-Version des Mobil-Systems iOS wird mit zahlreichen neuen Funktionen aufgebessert, wie zum Beispiel einem einfachen verschieben von Inhalten und Dateien zwischen Apps per Drag-und-Drop – wie auf dem Computer. Mit dem Apple-Stift handgeschriebener Text wird durchsuchbar. Dafür werde maschinelles Lernen für die Handschrift eingesetzt. Die Notizen-App bekommt einen eingebauten Scanner für Dokumente, die danach auch mit dem Stift weiterbearbeitet werden können. Mit dem Bezahldienst Apple Pay kann künftig auch Geld zwischen einzelnen Nutzern verschickt werden. Damit greift Apple das Geschäft von Konkurrenten wie Paypal an. Wie erwartet kommt Amazons Videostreaming-Dienst auf die TV-Box Apple TV. Möglicherweise wird man nun auch wieder ein Apple TV bei Amazon kaufen können.
Unter den vielen Ankündigungen der WWDC hob Apple immer wieder den Einsatz künstlicher Intelligenz und selbstlernender Maschinen hervor – wie zuletzt unter anderem Google. So gibt es für die Computer-Uhr Apple Watch künftig ein Siri-Zifferblatt, das automatisch die gerade benötigte Information anzeigen soll. Damit könnte Apple die Uhr nützlicher als bisher machen – die künstliche Intelligenz hinter der Funktion muss aber auch die richtigen Daten präsentieren. Siri bekommt ein Upgrade und soll sich besser auf den einzelnen Nutzer einstellen können. Gelernt wird zwar weiterhin auf dem Gerät – aber die Ergebnisse werden künftig übergreifend synchronisiert. Die Daten blieben dabei gesichert und könnten nur von den Geräten eines Nutzers abgerufen werden, betonte Apple-Manager Craig Federighi. Die Foto-App wird mit zahlreichen neuen Effekten aufgebessert, hinter denen ebenfalls lernende Maschinen stecken. In unserer Bildergalerie sehen Sie die Produkthighlights der WWDC (mit Material der dpa).





