Analyse: Apple setzt Notebookhersteller im Einstiegssegment unter Druck

Mit dem neuen MacBook Neo ab 700 Euro greift Apple erstmals seit 17 Jahren wieder gezielt den Notebook‑Massenmarkt unter 1.000 Euro an.

Mit dem neuen MacBook Neo ab 700 Euro greift Apple erstmals seit 17 Jahren wieder gezielt den Notebook‑Massenmarkt unter 1.000 Euro an. Für andere Hersteller könnte dieser Schritt den Wettbewerb in einem besonders preisgetriebenen Segment deutlich verschärfen, berichtet c’t.

Seit dem MacBook mit Kunststoffgehäuse von 2009 hatte sich Apple aus diesem Preisbereich zurückgezogen. «Einzelhändler bedienten zuletzt zwar schon das Niveau unter 1.000 Euro mit älteren MacBook-Air-Generationen, doch in Apples eigenen Läden fand man nichts», so c’t-Redakteur Florian Müssig. Mit dem MacBook Neo habe sich das grundlegend geändert.

Die Konkurrenz stehe demzufolge unter Druck. Hersteller wie Lenovo, HP oder Acer hatten den Massenmarkt unter 1.000 Euro in den vergangenen 15 Jahren für sich allein. In diesem Segment zählt jeder Euro: Notebooks müssen exakte Preispunkte wie 599 Euro treffen, um für potenzielle Käufer interessant zu werden. «Es gibt weder Markenloyalität seitens der Kunden noch steigert man bei Expert, MediaMarkt & Co. die Verkäufe, wenn die Entwickler einen kleinen technischen Vorteil einbauen, im Gegenzug aber 639 Euro fällig werden», so Müssig.

Die etablierten Hersteller hätten kaum Spielraum und müssten an vielen Stellschrauben gleichzeitig drehen – bei Material, Bildschirm, Speicher und Prozessor. Apple hingegen sei in einer komfortablen Position: Der Konzern aus Cupertino kann sich Sonderlocken leisten und profitiere zusätzlich von der aktuellen regulatorischen Gemengelage. Der Notebookmarkt unter 1.000 Euro werde sich durch Apples Rückkehr deutlich verändern, so das Fazit.

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