Microsoft reduziert Preise für Windows 8

Microsoft reduziert offenbar die Preise für Windows 8 drastisch: OEMs sollen künftig rund 70 Prozent weniger zahlen. Der Preisnachlass ist eine Kampfansage an Google.

Microsoft kürzt die Preise für Windows 8.1, die OEMs für die vorinstallierte Version zahlen müssen, drastisch: So sollen diese Unternehmen künftig nur noch 15 Dollar statt der bisher üblichen 50 Dollar pro Gerät zahlen, berichten US-Medien wie beispielsweise Bloomberg. Das entspricht einem Rabatt von rund 70 Prozent.  Allerdings gilt diese neue Regelung offensichtlich nur für günstige PCs mit einem Retail-Preis von unter 250 Dollar. Spekulationen zufolge reagiert Microsoft damit auf den zunehmenden Konkurrenzdruck durch Google Chrome- und Android-Endgeräte. Fast alle großen PC-Hersteller bieten mittlerweile auch Geräte auf Chrome-Basis an, einige wie beispielsweise HP führen auch Android-Produkte im Portfolio. Darüber hinaus werden die Erfolge von Chrome und Android auch für den Umsatzrückgang der Windows-Unit im vergangenen Quartal verantwortlich gemacht. Der Marktanteil von Windows 8 bei weltweiten Desktop-Betriebssystemen ist noch gering: Im Dezember 2013 erreichte Windows 8 erstmals einen zweistelligen Marktanteil. Windows 8 kommt dabei auf 6,89 Prozent und Windows 8.1 auf 3,6 Prozent. Im Januar 2013, also bevor Windows 8.1 auf den Markt kam, lag der Anteil des neuen Microsoft-Betriebssystems sogar nur bei 2,26 Prozent.

Microsoft hat bereits im Januar schon einmal die Preise für Windows 8 drastisch gesenkt: In diesem Fall für Anbieter, die den Bildungsmarkt adressieren. Der Preis für das Betriebssystem soll in diesen Fällen in UK bei nur einem Pfund gelegen haben. Das Programm für den Bildungsbereich nennt sich „Shape the future“ und gilt auch in Deutschland, wie ChannelObserver von der Pressestelle des Herstellers erfuhr. Allerdings wollte der Hersteller keine detaillierten Angaben über die Rabatte hier zu Lande machen. Öffentliche Schulen in Deutschland erhielten im Rahmen ihrer Hardwareneuanschaffung Windows 8 Pro zu „günstigsten Konditionen“. Möglich machte dies eine Anfang Januar 2013 geschlossene Vereinbarung zwischen dem FWU, dem Medieninstitut der Länder und Microsoft. Damit würden das FWU und Microsoft „aktiv den weiteren Ausbau von IT-basierten Infrastrukturen im Schulwesen unterstützen“. Auch in diesem Fall waren die Preisnachlässe offenbar eine Reaktion auf die zunehmende Marktdurchdringung von günstigen Chrome-Endgeräten im Bildungsbereich.

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