„Big Data“ ist unbekannt und unterschätzt

53 Prozent der Deutschen kennen den Begriff „Big Data“ nicht. Nur eine Minderheit glaubt, dass die Analyse großer Datenmengen sinnvoll ist.

Die Möglichkeiten von Big Data sind in der Bevölkerung noch weitgehend unbekannt. Nur jeder vierte Bundesbürger glaubt, dass ihm die Analyse großer Datenmengen einen persönlichen Vorteil bringt. Dabei sehen 80 Prozent von ihnen in persönlichen Daten ein wichtiges Wirtschaftsgut, so eine Studie des Bitkom. Die Analyse großer, unterschiedlich strukturierter Datenmengen in hoher Geschwindigkeit fasst man unter dem Begriff „Big Data“ zusammen. So können beispielsweise bislang unbekannte Zusammenhänge erkannt werden, von der Medizin bis zur Umweltforschung. In Stockholm etwa werden Big-Data-Technologien eingesetzt, um den Straßenverkehr zu steuern. Durch die Echtzeit-Analyse von rund 250.000 anonymisierten Standortdaten von Verkehrsteilnehmern sowie Daten von unterschiedlichen Video- und Sensorsystemen konnten die individuelle Fahrzeit um bis zu 50 Prozent und die Schadstoff-Emissionen um 20 Prozent reduziert werden.

Trotz der enormen Einsatzmöglichkeiten ist Big Data noch relativ unbekannt. Jeder zweite Bundesbürger (53 Prozent) kennt den Begriff nicht. Weitere 22 Prozent haben ihn zwar schon einmal gehört, wissen aber nicht, was er bedeutet. Nur 14 Prozent der Bundesbürger kennen nach eigenen Angaben Big Data und wissen, was sich dahinter verbirgt. 

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