UC&C-Markt in Europa: Video wächst, Headsets verlieren

Der europäische Markt für Unified Communications and Collaboration (UC&C) entwickelt sich 2026 je nach Produktkategorie unterschiedlich.

Der europäische Markt für Unified Communications and Collaboration (UC&C) entwickelt sich 2026 je nach Produktkategorie unterschiedlich. Nach Angaben des Marktforschungsunternehmens Context legten insbesondere Video- und Kameralösungen zu, während unter anderem Headsets und IP-Telefone rückläufig waren.

Im zweiten Quartal 2026 stiegen die Umsätze mit Collaboration-Video-Lösungen im Jahresvergleich um 18 Prozent. Collaboration-Kameras verzeichneten ein Plus von 7 Prozent. Dazu trug laut Context insbesondere eine starke Entwicklung in Polen bei. Gleichzeitig gingen die Umsätze mit Collaboration-Headsets um 7 Prozent zurück. Display-Systeme verloren 2 Prozent, IP-Telefone 3 Prozent. Conference-Zubehör legte um 1 Prozent zu.

Innerhalb des Videosegments entwickelten sich vor allem All-in-One-Videobars positiv. Im Juni lagen die Umsätze mit diesen Produkten 95 Prozent über dem Vorjahresniveau, nachdem sie im April um 127 Prozent gestiegen waren. Kompaktkameras erreichten im Juni ein Wachstum von 5 Prozent, nachdem sie im Mai noch um 17 Prozent zurückgegangen waren. Produkte mit 360-Grad- beziehungsweise PTZ-Technik legten im Juni um 19 Prozent zu.

Auch regional zeigen sich Unterschiede. In Osteuropa stiegen die UC&C-Umsätze im zweiten Quartal 2026 um 18 Prozent gegenüber dem Vorjahr, während sie in Westeuropa unverändert blieben. Bereits im ersten Quartal hatte Osteuropa ein Wachstum von 6 Prozent verzeichnet, während die Umsätze in Westeuropa um 3 Prozent zurückgingen.

Auf Länderebene liegen Polen und Großbritannien laut Context derzeit über ihren Umsatzwerten von 2025. Spanien verzeichnet weiterhin schwächere Vergleichswerte. Frankreich, Deutschland und Italien bewegen sich näher an der Entwicklung des europäischen Gesamtmarktes.

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