Behörden warnen vor mehr KI-gestützten Cyberangriffen

Schwachstellen finden, Angriffe automatisieren: Sicherheitsbehörden sehen in immer leistungsfähigeren KI-Modellen ein wachsendes Risiko im Cyberraum.

Wegen immer leistungsfähigerer KI-Modelle erwarten das Bundesamt für Verfassungsschutz und das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) eine verschärfte Bedrohungslage im Cyberraum. Angriffe seien leichter im großen Stil möglich, die Einstiegshürden sänken, teilte der Verfassungsschutz dem «Handelsblatt» mit. KI unterstütze bei der Aufklärung, Automatisierung und Skalierung jeglicher Art von Cyberoperation.

Auch das BSI rechnet mit wachsendem Missbrauch. Die Modelle führender Entwickler hätten im vergangenen Jahr «großes Potenzial im Auffinden von Schwachstellen» gezeigt, sagte ein Sprecher der Zeitung. Zudem könnten sie entdeckte Lücken inzwischen selbst ausnutzen. Bislang bremsen laut BSI hoher Rechenaufwand und Kosten den Einsatz der stärksten Modelle durch Kriminelle – mit günstigerer Hardware dürfte diese Hürde sinken.

Beide Behörden verweisen zugleich auf den Nutzen der Technik für die Abwehr. KI sei «nicht nur ein Werkzeug für Angreifer, sondern ebenso ein unverzichtbarer Bestandteil moderner Verteidigungsstrategien», so der Verfassungsschutz. (dpa)

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