3D-Druckermarkt bricht ein

Nachdem der weltweite 3D-Druckermarkt mit großen Hoffnungen auf einen Aufschwung in das Jahr 2025 gestartet war, wurde er durch die sich verschlechternden wirtschaftlichen Bedingungen unter Druck gesetzt.

Nachdem der weltweite 3D-Druckermarkt mit großen Hoffnungen auf einen Aufschwung in das Jahr 2025 gestartet war, wurde er durch die sich verschlechternden wirtschaftlichen Bedingungen unter Druck gesetzt. Hohe Inflation, Zinssätze, Entlassungen und Handelsstreitigkeiten trafen die Branche im vierten Quartal 2024 hart – und bremsten den Schwung in allen Segmenten.

Nach den neuesten Daten von Context gingen die Auslieferungen im vierten Quartal auf breiter Front zurück: Bei den Industriedruckern wurde ein Rückgang von 6 Prozent verzeichnet, bei der Einstiegsklasse 10 Prozent, obwohl das Wachstum im Gesamtjahr immer noch 26 Prozent erreichte. Bei den Midrange-Druckern gab es einen Rückgang von 18 Prozent, bei professionellen Druckern 11 Prozent.

«2024 war für viele 3D-Druckerhersteller weltweit ein schwieriges Jahr, geprägt von makroökonomischem Druck und einer sich verändernden Wettbewerbslandschaft», sagt Context-Analyst Chris Conner. «Aber unter der Oberfläche gibt es ein klares Gefühl für eine anhaltend starke, aufgestaute Nachfrage, die die Branche im Jahr 2025 und darüber hinaus umgestalten könnte.»
Während das High-End- und das Midrange-Segment zu kämpfen hatten, blieb die Nachfrage nach preisgünstigeren Einstiegssystemen stark – vor allem in der ersten Jahreshälfte. Marken wie Bambu Lab und Creality trugen wesentlich zu diesem Wachstum bei und zogen sowohl Hobbyisten als auch Unternehmen an, die erschwinglichere Optionen suchten.

Die Märkte Midrange und Professional zeigten gemischte Ergebnisse. Trotz des schwierigen Endes des Jahres 2024 deuten Meilensteine in der Branche und neue Investitionen darauf hin, dass eine Erholung nicht mehr lange auf sich warten lassen könnte.

Während Context für das Jahr 2025 ein niedriges einstelliges Wachstum bei den Auslieferungen erwartet, steigen die Prognosen für 2026 auf ein mittleres zweistelliges Wachstum. Die zugrundeliegende Nachfrage bleibe stark, insbesondere in den industriellen Sektoren, und eine neue Generation kostengünstigerer, fortschrittlicherer Drucker könnte dazu beitragen, das Wachstum wieder anzukurbeln.

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