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Samstag, Februar 21, 2026

1,8 Millionen PCs in Deutschland mit unsicherem Windows-System

Seit rund vier Jahren werden Sicherheitslücken im veralteten Microsoft-Betriebssystem Windows 7 nicht mehr geschlossen. Trotzdem verwenden viele Anwenderinnen und Anwender diese «Zombie»-PCs und gehen besonders online ein hohes Sicherheitsrisiko ein.

Über 1,8 Millionen Windows-Computer in Deutschland sind mit einem veralteten Betriebssystem im Internet, das nicht mehr gegen Sicherheitsbedrohungen aus dem Netz gewappnet ist. Das geht aus einer Studie des Sicherheitsunternehmens Eset hervor, die am Sonntag in Berlin veröffentlicht wurde. Ein Großteil der unsicheren Systeme, rund 1,5 Millionen Geräte, wird demnach noch mit Windows 7 betrieben.

Nach Angaben von Eset sind noch knapp 630 000 Geräte mit Windows 8 oder 8.1 ausgestattet. Für diese System-Familie hatte Microsoft vor einem Jahr den Support eingestellt. Auch der Software-Oldie Windows XP, der vor 15 Jahren sein letztes größeres Update von Microsoft erhalten hatte, ist nicht komplett von der Bildfläche verschwunden. Hier zählte Eset noch Installationen auf gut 90 000 Computern in Deutschland.

«Es ist schon bedrückend, wenn man sieht, dass trotz jahrelanger Informationskampagnen Millionen deutsche Anwender immer noch veraltete Windows-Betriebssysteme nutzen», sagte Thorsten Urbanski, IT-Sicherheitsexperte bei Eset. Damit setzten sich die Anwenderinnen und Anwender zu Hause oder im Büroalltag immensen Gefahren aus. «Wer jetzt nicht handelt, handelt grob fahrlässig», sagte Urbanski.

Windows 7 kam im Oktober 2009 als Nachfolger des erfolglosen Windows Vista auf den Markt und wurde bis 2014 von PC-Herstellern verwendet. Auch der Nachfolger Windows 8 kam mit Startschwierigkeiten und überzeugte viele Nutzer nicht. Daher blieben vor allem viele Unternehmen Windows 7 auch nach 2014 treu.

Urbanski sagte, für Cyberkriminelle seien diese unsicheren Rechner einfach zu attackieren: «Eine nicht geschlossene Sicherheitslücke in Computerprogrammen kann ausreichen, um den Rechner zu kapern, alle privaten Daten zu stehlen oder das Gerät nach erfolgreicher Infektion in Botnetze einzubinden.»

Teuer könne es für Unternehmen werden, die weiterhin veraltete Windows-Rechner einsetzen. «Kommt es hier zu Schäden durch Hackerangriffe, ist es unklar, ob Versicherungspolicen greifen – denn: Seit Jahren veraltete Windows-Rechner entsprechen bei weitem nicht mehr dem Stand der Technik.» Der Experte räumte aber auch ein, dass immer mehr Nutzer auf ein aktuelles Betriebssystem wie Windows 10 oder 11 setzen. Allerdings dürfe man sich darauf nicht ausruhen. Das nächste Support-Ende sei mit dem Ablaufdatum 2025 für Windows 10 bereits in Sichtweite. (dpa)

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