Zweiter SAP-Betriebsrat legt Amt nieder

Die Affäre um mutmaßliche Unregelmäßigkeiten beim SAP-Betriebsrat zieht Kreise.

Die Affäre um mutmaßliche Unregelmäßigkeiten beim SAP-Betriebsrat zieht Kreise. Ein Betriebsratsmitglied, das bis zuletzt zugleich Aufsichtsratsmitglied war, habe mit sofortiger Wirkung seine Ämter niedergelegt, teilte das in Walldorf ansässige Softwareunternehmen am Donnerstag mit. Zugleich einigten sich SAP und der Mann demnach einvernehmlich auf eine Beendigung des Arbeitsverhältnisses. «Zu weiteren Details wurde von beiden Seiten Stillschweigen vereinbart», teilte der Softwarekonzern weiter mit. Über den Rücktritt hatten zuvor die «Rhein-Neckar-Zeitung» und der «Business Insider» berichtet.

Vor geraumer Zeit räumte zunächst der frühere Betriebsratschef des Unternehmens seinen Posten. Ihm ist vom Unternehmen inzwischen gekündigt worden. Gegen beide früheren Arbeitnehmervertreter hatte der Softwarekonzern in der Vergangenheit bereits interne Untersuchungen eingeleitet. Der frühere Betriebsratschef soll im Zuge einer Untersuchung gegen seinen Betriebs- und Aufsichtsratskollegen in «mehrfacher Weise eine Aufklärung erschwert, Indiztatsachen unterdrückt» und dabei versucht haben, «die Ermittlung der Wahrheit zu verhindern», heißt es in der Deutschen Presse-Agentur vorliegenden Unterlagen. Gegen den nun ausgeschiedenen Kollegen ermittelte SAP intern nach dem Hinweis eines Whistleblowers. Die Staatsanwaltschaft Heidelberg prüft zudem im Zusammenhang mit einer angeblich manipulierten Aufsichtsratswahl den Vorwurf des versuchten Prozessbetrugs. (dpa)

Abonnieren
Benachrichtigen bei
guest
0 Comments
Inline-Feedbacks
Alle Kommentare anzeigen

SAP wächst mit Cloud – hofft aber erst 2027 auf mehr Tempo

Cloudsoftware treibt SAP an, doch das große Umsatzplus erwartet der Konzern erst 2027. Warum das Management dennoch optimistisch bleibt.

Nokia verdient dank KI-Strategie mehr als erwartet

Der Netzwerkausrüster Nokia hat im ersten Quartal den operativen Gewinn gesteigert und damit die Erwartungen übertroffen.

Intel übertrifft Erwartungen

Intel konnte bisher nicht so stark wie andere Chip-Konzerne vom KI-Boom profitieren. Doch inzwischen schlägt die rasende Nachfrage auch auf das Geschäft des Branchenpioniers durch.