Lünendonk: Über die Hälfte der Unternehmen stockt ihr IT-Budget auf

Trotz anhaltend schwieriger Konjunktur planen viele Unternehmen, ihre IT-Ausgaben weiter zu erhöhen.

Trotz anhaltend schwieriger Konjunktur planen viele Unternehmen, ihre IT-Ausgaben weiter zu erhöhen. Laut der neuen Lünendonk-Studie «Der Markt für IT-Dienstleistungen in Deutschland» wollen 55 Prozent der befragten Unternehmen ihr IT-Budget 2026 aufstocken, 16 Prozent sogar um mehr als zehn Prozent. Gleichzeitig geraten CIOs durch steigende Lizenz- und Token-Kosten sowie begrenzte Budgets zunehmend unter Druck.

An der Spitze der Investitionsagenda steht Cyber Security: 92 Prozent der befragten Unternehmen wollen in den kommenden zwei Jahren verstärkt in IT-Sicherheit investieren. Gründe sind unter anderem strengere regulatorische Vorgaben und neue KI-gestützte Angriffsmethoden. Ebenfalls hohe Priorität haben die Modernisierung bestehender IT-Landschaften (74 Prozent), Schulungen zu digitalen Technologien (70 Prozent) sowie Digitale Souveränität und Systemintegration (jeweils 69 Prozent). Investitionen in Data & Analytics planen 66 Prozent der Unternehmen, 64 Prozent setzen auf Projekte rund um Künstliche Intelligenz.

Die Studie zeigt zudem, dass KI zunehmend sämtliche Bereiche der Unternehmens-IT durchdringt. 83 Prozent der IT-Verantwortlichen sehen großes Potenzial für KI in der Softwareentwicklung, 80 Prozent in der Cyber Security. Sieben von zehn Unternehmen wollen KI künftig im IT-Support einsetzen, etwa zur automatisierten Ticketbearbeitung. Mehr als die Hälfte (52 Prozent) plant zudem den Einsatz von KI im Rahmen der IT-Modernisierung.

«Unternehmen arbeiten derzeit vor allem daran, ihre KI-Pilotprojekte in den produktiven Betrieb zu überführen und zu skalieren», sagt Mario Zillmann, Senior Partner bei Lünendonk. Gleichzeitig würden steigende Token-Kosten dazu führen, dass KI-Investitionen stärker auf ihre Wirtschaftlichkeit geprüft und enger gesteuert werden.

Für die Studie befragte Lünendonk mehr als 100 IT-Dienstleister sowie über 200 IT-Verantwortliche aus dem gehobenen Mittelstand, Großunternehmen und Konzernen. Die Untersuchung entstand in Zusammenarbeit mit Arvato Systems, BWI, Conet, Datagroup, Ewerk, OEDIV und q.beyond.

Abonnieren
Benachrichtigen bei
guest
0 Comments

Behörden warnen vor mehr KI-gestützten Cyberangriffen

Schwachstellen finden, Angriffe automatisieren: Sicherheitsbehörden sehen in immer leistungsfähigeren KI-Modellen ein wachsendes Risiko im Cyberraum.

Auch Anthropic-KI griff echte Firmen an

Dass ein KI-Modell in einem Test auf eigene Faust zum Hacker wurde, galt als «beispielloser Zwischenfall» und ein Weckruf für die Tech-Branche. Doch nun wird klar: Es war kein Einzelfall.

Deutsche Telekom dürfte auf Wachstumskurs bleiben

Die Deutsche Telekom legt an diesem Donnerstag (6. August) ihre Zahlen für das zweite Quartal vor. So sieht die Situation beim Unternehmen aus.
ANZEIGE