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Freitag, Februar 20, 2026

US-Regierung bekommt 15 Prozent bei Chip-Verkäufen nach China

Monatelang konnte Nvidia selbst abgespeckte KI-Chips nicht mehr nach China liefern. Eine Lockerung gab es erst mit der Zusage einer 15-Prozent-Abgabe an die US-Regierung.

Die US-Regierung kassiert einen Anteil von 15 Prozent bei Verkäufen von KI-Chips der amerikanischen Konzerne Nvidia und AMD nach China. Präsident Donald Trump bestätigte die äußerst ungewöhnliche Übereinkunft nach zahlreichen Medienberichten. Er sagte sogar, dass er von Nvidia-Chef Jensen Huang zunächst 20 Prozent verlangt habe – «für das Land».

Trumps Regierung hatte im Frühjahr die Regeln für Halbleiter-Verkäufe nach China weiter verschärft. Dadurch konnte der KI-Chip-Marktführer Nvidia eine Zeit lang nicht einmal seine speziell für den Markt abgespeckten H20-Systeme dorthin liefern.

Der Konzern rechnete dadurch mit einer Milliarden-Belastung. Nvidia-Chef Huang redete auf die US-Regierung ein – und sie kündigte im Juli an, wieder Lieferungen abgeschwächter Chips für Künstliche Intelligenz nach China zu erlauben.

Medienberichten zufolge wurden danach jedoch wochenlang keine Lizenzen gewährt, bis zum vergangenen Freitag. Zuvor hatte sich der Nvidia-Chef am Mittwoch im Weißen Haus mit Trump getroffen.

Kritik an striktem US-Kurs

Die US-Regierung versucht schon seit der Amtszeit von Trumps Vorgänger Joe Biden, den Fortschritt Chinas bei Künstlicher Intelligenz durch schlechteren Zugang zu Hightech-Chips zu bremsen. Nvidia kritisiert, dadurch werde das Land nur eigene Technologien entwickeln und amerikanische Unternehmen neue Konkurrenten auf dem Weltmarkt bekommen.

Vor der US-Blockade im Frühjahr schätzten Analysten, dass Nvidia in diesem Jahr H20-Chips im Wert von mehr als 20 Milliarden Dollar (17,14 Milliarden Euro) nach China verkauft. Im Fall von AMD liegen die Schätzungen aktuell bei drei bis fünf Milliarden Dollar. (dpa)

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