Der zu United Internet gehörende Telekommunikationsanbieter 1&1 hat im ersten Halbjahr trotz gesunkener Kundenzahl Umsatz und Gewinn gesteigert. An seiner Prognose für 2026 und darüber hinaus hält der Konzern fest. Die Zahl der Kundenverträge sank im ersten Halbjahr wie erwartet um 140.000 auf 16,18 Millionen, wie das im Kleinwerteindex SDax notierte Unternehmen am Donnerstag in Montabaur mitteilte. Als Hauptgrund nannte 1&1 die Neuausrichtung des Discount-Tarifangebots Anfang April, durch die sich die Zahl der Mobilfunkverträge deutlich verringerte. Im kleineren Breitbandgeschäft gewann 1&1 hingegen neue Kunden.
Der Umsatz der ersten sechs Monate stieg im Jahresvergleich um 1,6 Prozent auf rund 2,3 Milliarden Euro und damit etwa so stark wie am Markt erwartet. Dabei lag der Service-Umsatz mit rund 1,8 Milliarden Euro gut ein Prozent niedriger als im Vorjahreszeitraum. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) wuchs um gut fünf Prozent auf 383 Millionen Euro.
Zurückzuführen ist dies auf einen deutlich niedrigeren Verlust im Segment Enterprises & Networks, in dem 1&1 Kosten für den Ausbau und Betrieb des Mobilfunk- und Glasfasernetzes verbucht. Analysten hatten hier im Mittel etwas mehr auf dem Zettel. Je Aktie verdiente 1&1 wegen geringerer Abschreibungen mit 17 Cent und damit 13 Cent mehr als ein Jahr zuvor. (dpa)






