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Donnerstag, Februar 19, 2026

Telekom drosselt Breitband-Anschlüsse

Erst waren es nur Gerüchte, jetzt ist es offiziell bestätigt: Die Telekom führt für alle Breitbandanschlüsse eine Volumen-Drossel ein.

„Angesichts des rasanten Datenwachstums“, so die Begründung der Telefongesellschaft, stellt die Telekom die Tarifstruktur für Internetanschlüsse im Festnetz um: Ist die Volumengrenze erreicht, gibt es eine einheitliche Reduzierung der Internetbandbreite auf 384 Kbit/s. Zunächst werden nur die „Leistungsbeschreibungen“ angepasst, so die Telekom im Amtsdeutsch. Das bedeutet, dass vorerst nur das Kleingedruckte im Vertrag geändert wird, es aber noch keine praktische Umsetzung gibt. Sobald die Limitierung technisch umgesetzt werde, könnten Kunden über Optionen weiteres Hochgeschwindigkeits-Volumen hinzubuchen. „Wir wollen den Kunden auch in Zukunft das beste Netz bieten und dafür investieren wir weiterhin Milliarden. Immer höhere Bandbreiten lassen sich aber nicht mit immer niedrigeren Preisen finanzieren. Den Kunden mit sehr hohem Datenaufkommen werden wir in Zukunft mehr berechnen müssen“, betont Michael Hagspihl, Geschäftsführer Marketing der Telekom Deutschland, den radikalen Schritt. Die Einführung der neuen Tarife erfolge schrittweise: Zunächst werden zum 2. Mai die Leistungsbeschreibungen für neue Verträge angepasst. Bestehende Verträge seien von den Änderungen nicht betroffen. Wann die Telekom die Geschwindigkeitsreduzierung tatsächlich einführe, hänge von der Verkehrsentwicklung im Internet ab. „Wir gehen bisher davon aus, dass wir die Limitierung technisch nicht vor 2016 umsetzen“, so Hagspihl.

Die künftigen Festnetz-Obergrenzen im Einzelnen: Tarife mit Geschwindigkeiten bis zu 16 Mbit/s: 75 GB; Tarife mit Geschwindigkeiten bis zu 50 Mbit/s: 200 GB; Tarife mit Geschwindigkeiten bis zu 100 Mbit/s: 300 GB; Tarife mit Geschwindigkeiten bis zu 200 Mbit/s: 400 GB. Wenn die Grenze erreicht ist, wird auf 384 Kbit/s gedrosselt.

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