SAP-Mitgründer Plattner will erneut Aufsichtsratsvorsitzender werden

Seit 50 Jahren mischt Hasso Plattner beim Walldorfer Softwarekonzern SAP mit. Seit 2003 ist der 78-jährige Mitgründer schon Vorsitzender des Aufsichtsrats. Jetzt will er ein letztes Mal antreten - trotz Kritik.

Trotz Kritik von Aktionärsvertretern will sich SAP-Mitgründer Hasso Plattner auf der Hauptversammlung des Softwarekonzerns am Mittwoch (10.00 Uhr) erneut in den Aufsichtsrat wählen lassen. Der 78-Jährige ist seit der Gründung vor 50 Jahren mit SAP eng verbunden, er war Vorstandssprecher und ist seit 2003 Vorsitzender des Aufsichtsrats. Im Falle einer Wiederwahl will Plattner wieder für den Vorsitz des Gremiums kandidieren.

Die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapier (DSW) kritisierte im Vorfeld die Nachfolgeregelung für den Aufsichtsratsvorsitz und kündigte an, gegen die Wiederwahl von Plattner zu stimmen. Auch die genossenschaftliche Fondsgesellschaft Union Investment will gegen Plattner stimmen. «Eine Nachfolgeregelung für den Aufsichtsratsvorsitz ist überfällig», teilte Fondsmanager Markus Golinski mit.

Der Nominierungsausschuss sowie der Aufsichtsrat hätten nach ausführlichen Beratungen beschlossen, Plattner für eine letzte Amtszeit von zwei Jahren vorzuschlagen, obwohl Plattner die für den Aufsichtsrat beschlossene Regelaltersgrenze von 75 Jahren sowie die Regelzugehörigkeitsdauer von zwölf Jahren bereits überschritten habe, hieß es in der Einladung zur Hauptversammlung. Plattner verfüge über «herausragende Erfahrungen und Kenntnisse über die Gesellschaft». Dieses Wissen wolle der Aufsichtsrat erhalten. (dpa)

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