SAP-Chef: Mit Trump ist konstruktiver Austausch möglich

Einen Teil seiner Zölle hat US-Präsident Trump für 90 Tage ausgesetzt. Hält er dennoch an seinem Kurs fest, Importeure mit hohen Abgaben zu belegen? SAP-Chef Klein berichtet über Kontakte zu Trump.

Der SAP-Vorstandsvorsitzende Christian Klein hat sich positiv über Treffen mit US-Präsident Donald Trump geäußert. Als Mitglied einer Gruppe von Unternehmenschefs habe er Trump in vertraulicher Runde erlebt, sagte der Chef des deutschen Softwareunternehmens im Magazin «Der Spiegel». «Es war ein konstruktiver Austausch. Und es ist definitiv so, dass er zuhört und Feedback gibt», berichtete Klein.

Es gebe «einen runden Tisch von ausgewählten, vor allem amerikanischen Konzernchefs. Ich sitze mit dabei, weil SAP in den USA eine kritische Rolle spielt für die Wirtschaft und die öffentliche Verwaltung. Da gibt es einen engen Austausch, den ich mir auch in Europa intensiver wünsche.»

Der von Trump angezettelte Handelskonflikt mit dem Rest der Welt bereitet dem SAP-Chef dennoch Sorgen. «Wir sehen, wie unsere Kunden damit zu kämpfen haben und die Unsicherheit groß ist», sagte Klein. Sein Konzern dagegen profitiere von der Situation insofern, als die SAP-Software Unternehmenskunden helfe, «Zollkosten zu managen, Lieferketten widerstandsfähiger zu machen, in der Logistik, der Beschaffung. Da sind wir gefragt.» Er hoffe aber auf weniger Zölle für alle. (dpa)

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