SAP bietet neues KI-Softwarepaket an

Europas größter Softwarehersteller SAP will mit einem neuen Tool die geschäftliche Nutzung von Künstlicher Intelligenz (KI) bei seinen Kunden ankurbeln.

Europas größter Softwarehersteller SAP will mit einem neuen Tool die geschäftliche Nutzung von Künstlicher Intelligenz (KI) bei seinen Kunden ankurbeln. In Zusammenarbeit mit dem Datenmanagement-Anbieter Databricks will das Dax-Schwergewicht den Kunden die Nutzung vereinheitlichter Daten aus verschiedenen Software-Anwendungen in KI-Apps erleichtern, wie SAP am Donnerstag ankündigte.

Das Angebot soll «Business Data Cloud» heißen und unter anderem eine Weiterentwicklung bisheriger Angebote wie der sogenannten «SAP Datasphere» sein. Es soll sowohl Daten aus SAP-Anwendungen als auch von anderen Anbietern für KI-Programme nutzbar machen. Das «Handelsblatt» hatte zuvor über das neue Produkt der Walldorfer berichtet.

SAP-Vorstandschef Christian Klein hatte bei Vorlage der Jahreszahlen Ende Januar ein neues Produkt für die KI-Nutzung durch Kunden in Aussicht gestellt. In der Branche wird es nach dem anfänglichen Hype um Textroboter wie ChatGPT von OpenAI immer wichtiger, die KI-Technik auch mit finanziellen Geschäftschancen zu verbinden. Nicht zuletzt der zwischenzeitliche Kursrutsch vieler Tech-Aktien an der Börse wegen der mutmaßlich deutlich geringeren Kosten des chinesischen Sprachmodells DeepSeek hatte die Sorge verstärkt, dass sich milliardenschwere KI-Investitionen für die Anbieter nur schwer in Geschäft ummünzen lassen könnten.

Bislang scheitert ein systematischer und übergreifender Einsatz von KI-Softwarefunktionen in den Firmen oft an unterschiedlichen Daten im Zusammenspiel der IT-Systeme. Dieses Problem soll die «Business Data Cloud» lindern helfen. «SAP Business Data Cloud erlaubt es, Geschäftsdaten für Unternehmens-KI optimal zu nutzen», sagte Klein laut Mitteilung. Das helfe Unternehmen, mehr aus ihren Daten herauszuholen.

Klein verspricht sich viel von Angeboten rund um KI und will für entsprechende Funktionen in der SAP-Software Preisaufschläge durchsetzen. Im vierten Quartal hatten laut seinen Angaben bereits mehr als die Hälfte der Vertragsabschlüsse von SAP Anwendungsszenarien rund um KI enthalten. (dpa)

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