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Freitag, Februar 20, 2026

Oracle setzt auf starkes Wachstum mit Rechenzentren

Der US-Software-Konzern Oracle geht nach einer leichten Enttäuschung im vergangenen Quartal nun von viel Schwung im Geschäft mit Rechenzentren aus.

Der US-Software-Konzern Oracle geht nach einer leichten Enttäuschung im vergangenen Quartal nun von viel Schwung im Geschäft mit Rechenzentren aus. Der Umsatz im zum Zugpferd erkorenen Geschäftsteil mit Infrastruktur für die Cloud (IaaS) soll im neuen Geschäftsjahr 2025/26 (Ende Mai) um mehr als 70 Prozent anziehen, nachdem es im vergangenen Jahr schon um 50 Prozent gewachsen war.

Das vergangene Geschäftsjahr sei schon sehr gut gewesen, das neue dürfte aber sogar noch besser ausfallen und die Umsatzzuwächse „dramatisch höher“ ausfallen, sagte Konzernchefin Safra Catz laut Mitteilung am Mittwoch nach US-Börsenschluss in Austin (Texas). Die in den vergangenen Wochen schon stark gelaufene Aktie des SAP-Rivalen zog im nachbörslichen US-Handel um gut sechs Prozent an.

Das Papier hatte nach einer Schwächephase zu Anfang des Jahres seit dem Tief im April bereits wieder rund die Hälfte an Wert zugelegt. Der Börsenwert könnte mit einem weiteren Anstieg wieder die Marke von 500 Milliarden US-Dollar knacken (438 Mrd Euro). Zum Vergleich: Der deutsche Softwarehersteller SAP bringt aktuell als Dax-Primus 323 Milliarden Euro auf die Börsenwaage.

Den Fokus legt Oracle derzeit auf einen Bereich, in dem SAP kaum Geschäft hat: im Angebot von Datencentern für Cloudanwendungen. Auch die Anwendung Künstlicher Intelligenz (KI) soll das Geschäft antreiben. Im vierten Quartal fiel der Umsatz mit 3,0 Milliarden Dollar in dem Bereich zwar etwas schwächer aus als von Experten gemeinhin gedacht. Die Aussichten auf gute Geschäfte mit Cloudanwendungen stimmten die Anleger aber optimistisch.

Im vergangenen Jahr stieg der Gesamtumsatz des Konzerns um 8 Prozent auf 57,4 Milliarden Dollar. In den Bereichen, in denen Oracle direkt mit SAPs Software zur Unternehmensführung aus der Cloud konkurriert, wuchs Oracle um rund ein Fünftel und damit schwächer als die Walldorfer. Unter dem Strich kletterte der Gewinn von Oracle um fast ein Fünftel auf etwas mehr als 12 Milliarden Dollar. (dpa)

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