GoPro mit weniger Verlust

Der Actionkamera-Spezialist GoPro hat im vergangenen Quartal seinen Verlust verringert. Der Umsatz ging zurück, obwohl mehr Kameras verkauft wurden.

Der Actionkamera-Spezialist GoPro hat im vergangenen Quartal seinen Verlust verringert. Es gab noch rote Zahlen von 76,3 Millionen Dollar nach einem Minus von 111,1 Millionen im Vorjahresquartal. Der Umsatz sank zugleich um 7,4 Prozent auf 202,3 Millionen Dollar, während drei Prozent mehr Kameras verkauft wurden. Das Quartal habe gezeigt, dass es «zum richtigen Preis» eine beträchtliche Nachfrage nach Produkten der Firma gebe, kommentierte Gründer und Chef Nick Woodman die Ergebnisse. GoPro brachte im vergangenen Vierteljahr eine neue Einsteigerkamera auf den Markt. Die Aktie legte im nachbörslichen Handel am Donnerstag zunächst um mehr als sechs Prozent zu – dann schmolzen die Kursgewinne aber auf ein dünnes Plus von 0,60 Prozent ab. Die Aktie steht bei rund fünf Dollar, während sie auf dem Höhepunkt im Herbst 2014 über 80 Dollar gekostet hatte.

GoPro war ein Pionier im Geschäft mit Action-Kameras und wuchs damit schnell. Doch inzwischen gibt es neben den allgegenwärtigen Smartphones auch Konkurrenz durch diverse Anbieter, zum Teil mit deutlich günstigeren Geräten. GoPro versuchte, das Geschäft mit Hilfe von Medieninhalten und einer Kameradrohne auszuweiten. Doch die Medienambitionen wurden wenig später als Teil von Sparmaßnahmen aufgegeben und auch die Drohne wieder eingestellt, weil sie nicht erfolgreich genug war. Woodman widerspricht jedoch der Einschätzungen einiger Marktbeobachter, dass der Markt für Actionkameras generell weitgehend abgegrast sei. (dpa)

Vorheriger Artikel
Nächster Artikel
Abonnieren
Benachrichtigen bei
guest
0 Comments

Bundestag beschließt Recht auf Reparatur

Reparieren statt wegwerfen: Künftig sollen Hersteller bestimmte Geräte zu fairen Preisen instand setzen müssen - auch nach Ende der Garantie. Was das neue Recht auf Reparatur für Verbraucher bedeutet.

EU genehmigt Millionen für Chip-Testsysteme aus München

Mikrochips stecken in Smartphones, Autos, Computern. Sie werden immer komplizierter - und auch, sie zu testen. Ein Münchner Start-up will die Lösung bauen.

Mehrheit will Rechenzentren, fordert aber grüne Lösungen

Die Mehrheit der Menschen in Deutschland steht dem Ausbau von Rechenzentren positiv gegenüber - fordert aber nachhaltige Lösungen für den immensen Energiehunger der Anlagen.