gfu: Verbraucher kaufen weniger Elektronikgeräte

Zu Beginn der Corona-Pandemie haben viele Verbraucher in Deutschland mehr Geld für einen neuen Fernseher, PC oder andere Elektronik-Geräte ausgegeben. Mit dem Abflachen der Infektionskrankheit hat diese Sonderkonjunktur ein Ende gefunden.

Die Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland haben im dritten Coronajahr 2022 weniger Unterhaltungselektronik und elektronische Geräte gekauft als die beiden Jahre zuvor. Der Umsatz im sogenannten Home Electronics Markt sei 2022 insgesamt um 1,3 Prozent auf knapp 48,4 Milliarden Euro gesunken, wie der Branchenverband gfu am Freitag mitteilte.

Die Pandemie-Jahre hatten der Branche laut gfu eine unerwartete Sonderkonjunktur beschert. «Kunden hatten und haben nun wieder eine größere Auswahl an Möglichkeiten, ihr Geld auszugeben, beispielsweise für Urlaube, Kultur und Restaurantbesuche», erklärte gfu-Geschäftsführerin Sara Warneke. Außerdem schränkten steigende Energiekosten und höhere Lebensmittelpreise das für andere Ausgaben zur Verfügung stehende Budget ein.

Der Umsatzrückgang im Jahr 2022 fiel aber nicht so deutlich aus wie die Zuwächse zuvor. Im Vergleich zum Zeitraum vor der Pandemie im Jahr 2019 sei der Markt 2022 um rund 13,5 Prozent gewachsen.

Die Marktentwicklung fällt in den verschiedenen Segmenten höchst unterschiedlich aus. Bei den privat genutzten IT-Produkten verzeichnet der Verband einen starken Rückgang von 11,1 Prozent auf 7,7 Milliarden Euro. Im Segment Unterhaltungselektronik sank der Umsatz um 7,2 Prozent auf knapp 8,3 Milliarden Euro. Bei den Elektro-Hausgeräten blieb der Umsatz mit insgesamt 17,6 Milliarden Euro nur knapp unter den Vorjahreszahlen (minus ein Prozent).

Mehr Freude hatten Hersteller und Händler an dem Segment der privat genutzten Telekommunikationsprodukte mit einem Umsatzzuwachs von 8,5 Prozent auf mehr als 14,7 Milliarden Euro. Wachstumstreiber waren die «Core Wearables», also beispielsweise drahtlose Kopfhörer und Computeruhren, mit einem Umsatzplus von 8 Prozent sowie Smartphones mit 9,3 Prozent mehr Umsatz als im Vorjahr. Für das laufende Jahr 2023 rechnet die gfu insgesamt mit einem Umsatz auf dem Niveau des vergangenen Jahres. (dpa)

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