Fujitsu führt Plattform für generative KI in Japan und Europa ein

Fujitsu startet eine Plattform für Unternehmen, die den vollständigen Lebenszyklus generativer KI in eigenen, geschlossenen Umgebungen verwalten möchten. Der gestaffelte Rollout beginnt im Februar 2026 mit Vorregistrierungen für Testversionen in Japan und Europa.

Fujitsu hat eine dedizierte Plattform vorgestellt, die Unternehmen die eigenständige Verwaltung generativer KI – einschließlich Modellentwicklung, Betrieb, inkrementellem Lernen und kontinuierlicher Optimierung – ermöglicht. Die Lösung wird schrittweise in Japan und Europa eingeführt. Vorabtests für ausgewählte Funktionen sollen am 2. Februar 2026 starten, die vollständige Markteinführung ist für Juli 2026 vorgesehen.

Die Plattform adressiert Anforderungen an souveräne KI-Nutzung, einschließlich Datenschutz, eigenständiger Kontrolle über Modelle und Agenten sowie Betrieb in internen Umgebungen. Unternehmen stehen dabei vor Herausforderungen wie Fachkräftemangel, komplexem KI-Betrieb, wachsendem Bedarf an Rechenressourcen und neuen Sicherheitsanforderungen. Fujitsu bietet die Plattform vor Ort in Kunden- oder Fujitsu-Rechenzentren an und kombiniert dazu Infrastruktur, KI-Technologien und Dienstleistungen.

Die Plattform basiert auf der Private AI Plattform auf Primergy und Private GPT sowie weiteren Fujitsu-Komponenten, darunter die Kozuchi-KI-Lösung. Ziel ist eine schnelle Implementierung ohne umfangreiche KI-Expertise.

Infrastruktur für dedizierte KI-Umgebungen

Die Plattform ermöglicht den Betrieb generativer KI in geschlossenen Umgebungen, um die Offenlegung externer Daten zu vermeiden. Unternehmen können den Installationsort flexibel wählen. Fujitsu ergänzt dies durch Services zur Bereitstellung der Infrastruktur und zur Operationalisierung.

Sicherheits- und Guardrail-Technologien

Ein integrierter Schwachstellenscanner identifiziert laut Fujitsu mehr als 7.700 Schwachstellen, einschließlich eigener Kategorien. Guardrail-Technologien sollen Angriffe wie Prompt-Injektionen, unangemessene Ausgaben und unerwartete Modellverhalten vor und während der Ausführung verhindern. Regeln für erkannte Schwachstellen werden automatisiert erzeugt und angewendet. Weitere Technologien zur Reduzierung modellbedingter Fehlschlüsse sind geplant.

Modelle, Optimierung und Quantisierung

Die Plattform nutzt Takane, ein gemeinsam mit Cohere entwickeltes Sprachmodell für japanische Sprachverarbeitung und Bildanalyse. Eine integrierte Feinabstimmung ermöglicht die kontinuierliche Weiterentwicklung geschäftsspezifischer Modelle. Laut Fujitsu lassen sich Speicheranforderungen durch leichtgewichtige Modellarchitekturen um bis zu 94 Prozent reduzieren. Moderne Quantisierungstechnologien sollen gleichzeitig die Effizienz und Leistung im Betrieb erhöhen.

KI-Agenten-Framework

Ein Low-Code-/No-Code-Framework unterstützt den schnellen Aufbau von KI-Agenten. Die Plattform ist kompatibel mit dem Model Context Protocol (MCP) und ermöglicht die Kommunikation zwischen Agenten sowie die Integration in bestehende Systeme und Datenlandschaften. Fujitsu prüft zudem die Containerisierung eigener Technologien für die Bereitstellung als KI-Agenten.

Zeitplan

Vorabtests starten am 2. Februar 2026 und umfassen zunächst Funktionen wie interne Feinabstimmung und Modellquantisierung. Die schrittweise Bereitstellung weiterer Funktionen erfolgt ab Februar, die offizielle Markteinführung ist für Juli 2026 vorgesehen.

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