Ericsson schreibt Kaufpreis für Vonage zur Hälfte ab – Quartalsumsatz sackt

Der schwedische Telekomausrüster Ericsson hat am Mittwochabend gleich zwei schlechte Nachrichten verkündet.

Der schwedische Telekomausrüster Ericsson hat am Mittwochabend gleich zwei schlechte Nachrichten verkündet. Zum einen schreibt er mit fast 3 Milliarden US-Dollar nahezu die Hälfte des Kaufpreises für den 2022 übernommenen US-Cloudspezialisten Vonage ab. Die Schweden begründeten den Schritt mit gestiegenen Zinsen und einem Rückgang des Geschäfts von Vonage. Die Marktkapitalisierung von Konkurrenten sei zudem deutlich gesunken. Ericsson hatte im vergangenen Jahr 6,2 Milliarden Dollar für Vonage ausgegeben. Trotz der Abschreibung wollen die Schweden an dem Unternehmen festhalten.

Zum anderen sind die Umsätze im dritten Quartal deutlich gesunken. Der Nettoerlös fiel ohne Berücksichtigung von Zu- und Abgängen sowie Währungsschwankungen um 10 Prozent auf 64,5 Milliarden schwedische Kronen (5,6 Milliarden Euro). Der Netzwerkumsatz sank um 16 Prozent auf 41,5 Milliarden Kronen. In Nordamerika brachen die Erlöse wegen gesunkener Investitionen und Anpassung von Lagerbeständen sogar um 60 Prozent ein.

An der Börse gerieten Ericsson-Aktien unter Druck. Die in New York gehandelten Papiere verloren in einer ersten Reaktion 3,5 Prozent. (dpa)

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