Conti-Chef: Kaum neue Chipfertigungs-Kapazitäten vor 2023

Der Autozulieferer Continental erwartet angesichts knapper Produktionskapazitäten und hoher Nachfrage auf Sicht weiter eine angespannte Versorgung mit Halbleitern der Branche.

Der Autozulieferer Continental erwartet angesichts knapper Produktionskapazitäten und hoher Nachfrage auf Sicht weiter eine angespannte Versorgung mit Halbleitern der Branche. Conti gehe davon aus, dass die Chipkrise die Autoindustrie auch im kommenden Jahr noch begleiten werde, sagte Vorstandschef Nikolai Setzer am Montag zum Auftakt der Automesse IAA Mobility in München. «Wir sind noch mittendrin, Prognosen sind daher schwierig», sagte der Chef des Dax-Konzerns. Die Situation sei «sehr dynamisch».

Zuletzt hätten Werksschließungen bei Chipfertigern in Malaysia, Vietnam und den Philippinen belastet. Die Nachfrage bleibe wegen des steigenden Einsatzes von Chips in Autos hoch, neue Werke bräuchten allerdings Zeit. «Eine neue Fabrik zu errichten dauert 18 bis 24 Monate, bis die hochfährt», sagte Setzer. Insofern sei es auch klar, «dass es rein physikalisch keinen großen Kapazitätsschub geben kann vor 2023.» (dpa)

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