Cancom kündigt Sparprogramm an

Der IT-Dienstleister Cancom hat im vergangenen Jahr seine Ergebnisziele verfehlt.

Der IT-Dienstleister Cancom hat im vergangenen Jahr seine Ergebnisziele verfehlt. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen lag mit 106 Millionen Euro 13,5 Prozent unter dem Vorjahreswert, wie das im MDax gelistete Unternehmen am Mittwoch auf Basis vorläufiger Zahlen mitteilte. Die Münchener hatten sich zuletzt vorgenommen, 116 bis 123 Millionen Euro zu erreichen. Verantwortlich für das Verfehlen der Ziele seien Sonderfaktoren, zum einen hätten Bereinigungen des Vorratsbestands mit 7 Millionen Euro zu Buche geschlagen. Weitere 3 Millionen Euro seien vor allem für eine Inflationsprämie für die Mitarbeiter angefallen. Ohne diese Effekte hätte das operative Ergebnis das untere Ende der Prognosebandbreite erreicht, hieß es. Der Konzern will nun ein „profitabilitätssteigerndes Maßnahmenprogramm“ auflegen.

Die Aktie lag auch nach der Mitteilung im freundlichen Markt knapp ein Prozent im Plus. Analyst Tim Wunderlich von Hauck Aufhäuser Investment Banking hatte bereits Anfang Februar darauf verwiesen, dass sich Anleger auf schwache Resultate unter den Unternehmenszielen einstellen sollten. Beim Umsatz und Rohertrag habe das Unternehmen seine Ziele erreicht, hieß es. So legte der Erlös gegenüber dem Vorjahr leicht um 0,7 Prozent auf 1,295 Milliarden Euro zu. Cancom hatte hier zuletzt 1,28 bis 1,33 Milliarden Euro in Aussicht gestellt. Detaillierte Jahreszahlen legt das Unternehmen am 30. März mit dem Geschäftsbericht vor. (dpa)

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