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Mittwoch, Februar 18, 2026

Bitkom: Mehrheit der IT-Branche wirbt gezielt um Frauen

90 Prozent der IT-Branche sehen eine Erhöhung des Frauenanteils als Chance. Aber: Nur die Hälfte der IT-Unternehmen hat bisher konkrete Zuständigkeiten für Gleichstellung und Karriereplanung benannt.

Der IT-Leiter, der Programmierer, der Fachinformatiker – die IT-Branche gilt noch immer als Männerdomäne. Dabei wünschen sich die deutschen IT-Unternehmen mehr Frauen und Mädchen in ihren Reihen. 90 Prozent der IT-Unternehmen in Deutschland sehen eine Erhöhung des Frauenanteils in ihrem Unternehmen als Chance. Die Mehrheit der IT-Unternehmen bemüht sich auch aktiv, mehr Frauen zu gewinnen: 57 Prozent sprechen in ihrem Recruiting speziell Frauen und Mädchen an. Weitere 34 Prozent planen aktuell den Einsatz auf Frauen abgestimmter Recruiting-Maßnahmen. Am verbreitetsten sind demnach Kooperationen mit Hochschulen und Schulen, die 30 Prozent der Unternehmen bereits pflegen, so eine Bitkom-Studie.

Andererseits steht aber ein Viertel der Branche solchen Maßnahmen generell eher skeptisch gegenüber: 23 Prozent der IT-Unternehmen sagen, Maßnahmen zur Frauenförderung bewirkten sowieso keine Veränderung. Genauso viele (23 Prozent) meinen, Frauenförderung sei häufig nur vorgeschoben, in der Praxis ändere sich nichts. Nur in der Hälfte der Unternehmen (50 Prozent) wurden bisher personelle Verantwortlichkeiten für die Themen Gleichstellung und Karriereplanung bestimmt.

«Digitalisierung und Technik haben kein Geschlecht. Mädchen sollten von klein auf an die Digitalisierung herangeführt und dafür begeistert werden. Sie müssen die gleichen Chancen erhalten, ihrer Neugier auf Technik nachzugehen wie Jungen. Dazu gehört auch, die vielen inspirierenden weiblichen Vorbilder, die es heute schon gibt, sichtbarer zu machen», so Bitkom-Präsident Ralf Wintergerst.

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