Apple stößt Samsung vom Smartphone-Thron

Mit dem iPhone erfand Apple quasi das moderne Smartphone. Die meisten Geräte verkauften danach aber andere Hersteller. Jetzt wendet sich das Blatt offenbar.

Apple wird nach Berechnungen von Marktforschern in diesem Jahr Samsung vom Spitzenplatz beim Smartphone-Absatz verdrängen. Der US-Konzern werde in diesem Jahr rund zehn Prozent mehr iPhones verkaufen, während der langjährige Marktführer aus Südkorea auf ein Plus von 4,6 Prozent komme, prognostiziert die Analysefirma Counterpoint.

Der Schub gehe unter anderem auf die Popularität der im September eingeführten iPhone-17-Baureihe zurück, sagte Counterpoint-Experte Yang Wang dem Finanzdienst Bloomberg. Auch stiegen viele Menschen, die sich Smartphones zu Beginn der Corona-Pandemie gekauft hätten, auf neuere Modellgenerationen um.

Außerdem wurden dem Analysten zufolge von 2023 bis Mitte 2025 rund 358 Millionen gebrauchte iPhones verkauft. Diese Nutzer dürften sich in den kommenden Jahren auch neue iPhones zulegen. Counterpoint geht davon aus, dass Apple mindestens bis 2029 den Smartphone-Thron halten kann.

Wegbereiter moderner Smartphones

Das iPhone hatte 2007 mit seinem Touchscreen und dem App-Modell die Richtung für moderne Smartphones vorgegeben. Mehr Geräte verkauften danach aber Hersteller von Telefonen mit dem Google-Betriebssystem Android, die auch teils deutlich günstigere Telefone im Angebot hatten.

Samsung verkaufte in den vergangenen Jahren die meisten Smartphones – außer in den Weihnachtsquartalen, in denen das iPhone stets vorn lag. Nach Erscheinen der ersten Samsung-Smartphones hatte Apple dem Konkurrenten vorgeworfen, Technik und Design des iPhones kopiert zu haben. Der US-Konzern konnte sich in einem jahrelangen Verfahren zwar vor Gericht durchsetzen, Samsung blieb aber für lange Zeit der Spitzenreiter.

Marktforscher stellten in den vergangenen Jahren einen Trend zu teureren Smartphones fest – die dafür länger genutzt werden. Auch davon dürfte Apple mit seinem Premium-Image profitieren.

Die Unternehmen selbst veröffentlichen schon seit einiger Zeit keine Absatzzahlen mehr, so dass man auf Berechnungen von Analysten angewiesen ist. (dpa)

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