Studie: Online-Handel kühlt sich in einigen Bereichen ab

Der Online-Handel in Deutschland hat sich laut einer aktuellen Studie in Teilbereichen abgekühlt. Auch Elektronik-Artikel wurden seltener online geordert.

Leichte Einschnitte, aber insgesamt weiter glänzende Aussichten: Der Online-Handel in Deutschland hat sich trotz anhaltend guter Perspektiven laut einer Studie zuletzt in Teilbereichen etwas abgekühlt. Vor allem bei Schuhen und Bekleidung entschieden sich die Kunden nicht mehr ganz so häufig für das Shopping per Mausklick, wie die «Welt am Sonntag» unter Berufung auf eine Untersuchung der Beratungsfirma PricewaterhouseCoopers (PwC) berichtet. Demnach sank der Anteil der Verbraucher, die Mode und Schuhe vorzugsweise im Netz bestellen, in einer Umfrage binnen Jahresfrist von 46 auf 39 Prozent. Einen schwächeren Rückgang auf höherem Niveau gab es bei den E-Commerce-Klassikern Bücher und Musik – hier nahm der entsprechende Anteil von 78 auf 74 Prozent der Befragten ab. Auch Elektronik-Artikel wurden relativ gesehen seltener online geordert.

Das Statistische Bundesamt hatte bereits Anfang des Monats von deutlich geringeren Zuwächsen des deutschen Internet- und Versandhandels zum Jahresstart im Vergleich zu Anfang 2014 berichtet. Die hierbei ermittelten Zahlen lagen auch unter der Prognose des Bundesverband E-Commerce und Versandhandel (bevh). Dennoch hatte das Plus im Januar mit preisbereinigt 14 Prozent auf Jahressicht nach wie vor sehr hoch gelegen. Auch die Autoren der PwC-Analyse betonten, von einer allgemeinen Trendwende beim E-Commerce könne keine Rede sein. Für 2015 rechnet der Fachverband bevh mit einem Wachstum des Online-Handels von immerhin 12 Prozent. (dpa)

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