BHS Binkert stellt Insolvenzantrag

Distributor BHS Binkert muss einen Insolvenzantrag stellen. Der Geschäftsbetrieb soll am Mittwoch wieder aufgenommen werden.

Die Krise in der Distribution setzt sich fort: Nach den Insolvenzanträgen der Grossisten Devil, b.com und COS, die mittlerweile wieder am Start sind, hat es jetzt mit BHS Binkert einen Spezialdistributor für die Bereiche Foto, Digital Imaging und Unterhaltungselektronik erwischt. Der Grossist aus Lauenburg musste beim zuständigen Amtsgericht einen Insolvenzantrag abgeben. Medienberichten zufolge soll der Geschäftsbetrieb am Mittwoch wieder aufgenommen werden.  Auch die Schweizer Händler sollen aus der Niederlassung in Liechtenstein am Mittwoch wieder beliefert werden, wie Swiss IT Reseller berichtet. Das Amtsgericht Waldshut-Tiengen bestellte Rechtsanwalt Philipp Grub von der Stuttgarter Kanzlei Grub Brugger zum vorläufigen Insolvenzverwalter. 

Für das Jahr 2011 meldete die Firma noch einen Rekordumsatz von 116 Millionen Euro. Zu diesem Zeitpunkt setzte BHS Binkert einen Fokus auf den Bereich Eigenmarken. „Nach unseren Planungen soll dieser Bereich in den nächsten zwei Jahren einen sehr großen Anteil unseres Geschäfts ausmachen“, so Geschäftsführer Michael Binkert damals. Zuletzt war der Grossist mit einer größeren Standfläche im Fachhandelszentrum Planet Reseller auf der CeBIT präsent. 1994 startete BHS Binkert mit dem Vertrieb von Scannern und entwickelte sich schnell zum größten Distributor des Herstellers Microtek in Deutschland. In den folgenden Jahren konzentrierte sich die Firma auf den Bereich der Digitalfotografie. BHS Binkert beschäftigte im vergangenen Jahr rund 65 Mitarbeiter.

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