Streit um Media Markt eskaliert

Erich Kellerhals legt in der Auseinandersetzung mit der Metro um die Macht bei Media Markt/Saturn nach: Es fänden „inakzeptable existenzvernichtende Eingriffe“ statt.

Seit rund drei Jahren dauern mittlerweile die juristischen Auseinandersetzungen zwischen der Metro und Minderheitsgesellschafter Erich Kellerhals um die Macht bei Media Markt/Saturn (MSH) an. Zuletzt suchte Kellerhals eigenmächtig auf seiner privaten Homepage nach einem Nachfolger für den damals noch amtierenden Media/Saturn-Chef Horst Norberg. Der MSH-Chef trat wenig später von seinem Posten zurück. Jetzt verschärft der Minderheitsgesellschafter erneut den Ton in der Auseinandersetzung: „Ich bin in tiefer Sorge darüber, wie Media Saturn von Herrn Olaf Koch verwaltet wird. Ich sage verwaltet, weil von unternehmerischer Führung keine Rede sein kann. Bei Media/Saturn finden  inakzeptable existenzvernichtende Eingriffe statt. Veranlasst von Herrn Koch ohne Absprache und Genehmigung mit seinen Mitgesellschaftern“, schimpft Kellerhals auf seiner privaten Homepage. Die über die Presse verbreitete Behauptung, dass er Beschlüsse blockiere, sei unwahr. Damit wolle die Metro nur „die Medien auf ihre Seite ziehen“. Die Familie Kellerhals habe weder die Expansion von Media/Saturn noch die Entwicklung der Online-Aktivitäten gebremst oder abgelehnt.

Wie die Süddeutsche Zeitung zuvor berichtete, beantragte die Metro beim Landgericht Ingolstadt eine einstweilige Verfügung gegen Kellerhals. Das Gericht soll ihm verbieten, über seine Website weiter nach einem neuen Chef für Media Markt/Saturn zu suchen. Das letzte Kapitel in der Auseinandersetzung dürfte noch lange nicht geschrieben sein.

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