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Dienstag, Februar 24, 2026

Kampagne für Smartphone-Benimm gestartet

Immer mehr Menschen nutzen ständig ihr Smartphone und nehmen dabei wenig Rücksicht auf ihre Mitmenschen. Mit der Kampagne „Stop Phubbing“ will ein Australier dieses Ärgernis nun stoppen.

Der Begriff „Phubbing“ ist eine Kombination aus den Worten „phone“ (Telefon) und „snubbing“ (jemanden brüskieren). Im Visier des Australiers Alex Haig stehen Personen, die in den unpassendsten Momenten ihr Smartphone auspacken, um ihre SMS zu checken, mit virtuellen Freunden kommunizieren oder Mails zu lesen, anstatt ihrem Gegenüber ihre Aufmerksamkeit zu schenken. Vielen Smartphone-Nutzern ist es mittlerweile gleichgültig, ob sie gerade mit Freunden in einem Restaurant sitzen, im Supermarkt an der Kasse stehen oder eigentlich der Präsentation eines Kollegen folgen sollten. Eine absolute Unsitte, meint Haig.

Auf seiner Website hat er zahlreiche Informationen und Hilfen zusammengestellt, um den „Phubbern“ das Handwerk zu legen. Eine gute Portion Humor sorgt dafür, dass die englischsprachige Seite nicht besserwisserisch daherkommt, sondern unterhaltsam zu lesen ist. So erfährt man zum Beispiel, wo auf der Welt die meisten „Phubber“ zu finden sind und welche Unarten dieser Gruppe besonders negativ auffallen. Fotos von Prominenten belegen, wie peinlich „Phubbing“ sein kann und dass eine exzessive Handy-Nutzung auch die Begleiter von Promis ganz augenscheinlich nervt. Außerdem lässt sich von der Seite aus eine Botschaft an Phubber aus dem eigenen Freundes- oder Bekanntenkreis versenden, um sie darauf aufmerksam zu machen, wie störend deren andauernde Smartphone-Nutzung ist. Wenn das nicht ausreicht und sich die Adressaten nicht einsichtig zeigen, steht mit der Rubrik „Hall of Shame“ ein Online-Pranger zur Verfügung, um die Fotos von unverbesserlichen Phubbern hochzuladen.

Dass die Webseite sich auch in Deutschland großer Beliebtheit erfreut, ist nicht verwunderlich: Allein das Thema SMS zeigt, wie allgegenwärtig Smartphone und Co. hierzulande sind. So sind laut einer aktuellen Studie des Branchenverbandes Bitkom hierzulande allein 2012 knapp 60 Milliarden SMS verschickt worden, in diesem Jahr werden es voraussichtlich 63 Milliarden Kurznachrichten sein.

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