Chatbot soll FB-Mitarbeitern bei skeptischen Verwandten helfen

Facebook-Mitarbeiter, die über die Festtage kritischen Nachfragen der Verwandtschaft ausgesetzt sind, bekommen nun Schützenhilfe vom Unternehmen.

Facebook-Mitarbeiter, die über die Festtage kritischen Nachfragen der Verwandtschaft ausgesetzt sind, bekommen nun Schützenhilfe vom Unternehmen: Das Online-Netzwerk programmierte für sie einen Chatbot, der Antworten auf Unternehmenslinie liefert. «Unsere Mitarbeiter fragen zu Themen, die in den Nachrichten waren, insbesondere rund um die Feiertage immer wieder nach Informationen, die sie bei Freunden und der Familie verwenden können», sagte eine Facebook-Sprecherin der «New York Times». Die Software sei seit Frühjahr getestet worden. Chatbots sind Programme, die automatisiert vorgefertigte Antworten in einer Unterhaltung liefern können. So liste die Software zum Beispiel auf die Frage, was Facebook gegen Hassrede unternehmen, folgende Punkte auf: Das Online-Netzwerk berate sich mit Experten zu dem Thema, es habe mehr Mitarbeiter für die Löschung eingestellt und arbeite an künstlicher Intelligenz, um solche Inhalte aufzuspüren. Insgesamt sei Regulierung wichtig bei dem Thema, schließt der Chatbot der «New York Times» zufolge seine Ausführungen ab.

Die Software mit dem Namen «Liam Bot» sei von Facebooks PR-Abteilung mit Antworten befüllt worden und liefere auch Links zu Blogeinträgen und Pressemitteilungen, hieß es. Das Online-Netzwerk ist in den vergangenen Jahren immer wieder in die Kritik geraten, unter anderem wegen des Datenskandals um Cambridge Analytica, der Ausbreitung von Hassrede und gefälschter Nachrichten sowie für seine Rolle als Plattform für Propaganda aus Russland im US-Präsidentschaftswahlkampf 2016. Neben Antworten auf heikle Fragen liefere der Chatbot auch Hilfestellung bei praktischen Problemen, die Verwandte oder Freunde so haben können, schrieb die Zeitung. Zum Beispiel, wie man Schritt für Schritt vorgehen sollte, wenn man nach der Zurücksetzung des Passworts den Zugang zu seinem Facebook-Account verliert. (dpa)

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