Bitcoin legt trotz neuer Börsenschwäche zu

Die Kryptowährung Bitcoin hat am Montag trotz neuer Schwäche der Aktienbörsen zugelegt.

Die Kryptowährung Bitcoin hat am Montag trotz neuer Schwäche der Aktienbörsen zugelegt. Am Vormittag stieg die nach Marktwert größte Digitalanlage auf der Plattform Bitstamp bis auf 28 439 US-Dollar (gut 26 655 Euro). Das ist der höchste Stand seit Juni 2022. Schon am Wochenende hatte der Kurs Auftrieb bekommen. Die Reaktion am Kryptomarkt insgesamt fiel jedoch uneinheitlich aus, nicht alle größeren Digitalwerte konnten zulegen.

Die zunächst negative Börsenreaktion auf die Übernahme der angeschlagenen Schweizer Großbank Credit Suisse durch die Konkurrentin UBS belastete den Bitcoin nicht. Vielmehr schien die Digitalwährung von der Entwicklung zu profitieren. Anleger sähen in Bitcoin ein Fluchtvehikel, um Liquidität zu parken, erklärte Krypto-Fachmann Timo Emden. Der Bitcoin wurde während der weltweiten Finanzkrise vor etwa 15 Jahren als alternatives Zahlungsmittel eingeführt.

Neben der Unsicherheit im Bankensektor nannte Emden die Aussicht auf eine Tempodrosselung im Zinserhöhungszyklus der Notenbanken als Grund für die Bitcoin-Gewinne. In dieser Woche entscheidet die US-Zentralbank Federal Reserve (Fed) über ihren Zinskurs. Zwar wird eine weitere Zinsanhebung zur Bekämpfung der hohen Inflation erwartet. Es wird aber für möglich gehalten, dass die Fed ihr Straffungstempo danach verringert.

Hohe Zinsen stellen eine Belastung für riskante Finanzanlagen wie Kryptowerte dar. Steigen die Zinsen weniger stark, kommt das dem Bitcoin und anderen Digitalwerten meist zugute. (dpa)

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