Abwärtsspirale im europäischen Server-Markt

Im dritten Quartal gingen Verkaufszahlen und Umsätze auf dem europäischen Server-Markt zum achten Mal in Folge zurück. Deutliche Verluste müssen IBM und Dell hinnehmen.

Laut dem IT-Research- und Beratungsunternehmen Gartner wurden im dritten Quartal in der Region EMEA insgesamt 7,2 Prozent weniger Server verkauft als im Vorjahresquartal. Insgesamt wurden 548.000 Geräte abgesetzt. Die Umsätze sind im Vergleich zum Vorjahresquartal um 4,3 Prozent auf 2,8 Milliarden Dollar zurückgegangen. Die Umsätze schrumpften damit im neunten Quartal in Folge, die Verkaufszahlen gingen zum achten Mal hintereinander zurück. Gartner-Analyst Adrian O’Connell spricht von einer „Abwärtsspirale“ im europäischen Server-Markt. „Das vierte Quartal ist bei dieser Produktkategorie traditionell das stärkste. Doch auch ein gutes Jahresendgeschäft wird den Trend nicht umkehren können“, so O’Connell. Die schwache Nachfrage mache diese Region für Server-Hersteller zu einer großen Herausforderung. Besser sieht der weltweite Markt aus: Hier wurden im dritten Quartal 1,9 Prozent mehr Server als im Vorjahresquartal verkauft. Die Umsätze hingegen sind im Vergleich zum Vorjahr um 2,1 Prozent zurückgegangen.

Bei den Herstellern führt HP den Markt nach wie vor an. Der Anbieter kommt auf einen Marktanteil von 40,4 Prozent. Das entspricht einem Rückgang bei verkauften Stückzahlen von 5,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal. Auf den Plätzen müssen Dell (Minus 12,6 Prozent) und IBM (Minus 36,8 Prozent) deutlich stärkere Verluste hinnehmen. So scheint sich HP bei den Server-Verkäufen stabilisiert zu haben. Weltweit konnte der Anbieter sogar um 5,4 Prozent zulegen. Auf den weiteren Rängen liegen Fujitsu und Cisco.

 

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