Teamviewer macht mehr Gewinn im Tagesgeschäft als gedacht

Der Softwareanbieter Teamviewer hat im zweiten Quartal beim operativen Ergebnis besser abgeschnitten als gedacht.

Der Softwareanbieter Teamviewer hat im zweiten Quartal beim operativen Ergebnis besser abgeschnitten als gedacht. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen stieg um 6 Prozent auf 67,5 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Mittwoch in Göppingen mitteilte. Analysten hatten mit weniger Zuwachs gerechnet. Der Umsatz des Fernwartungsspezialisten stieg ebenfalls um 6 Prozent auf 164,1 Millionen Euro. Ohne Wechselkurseffekte hätte er um 9 Prozent zugelegt.

Vor allem mit größeren Kunden konnte Teamviewer seine Geschäfte trotz trüber Wirtschaftsstimmung deutlich ausbauen. „Insbesondere im industriellen Umfeld gab es ein hohes Interesse an unseren Software-Lösungen, und Kunden schließen vermehrt Verträge mit längeren Laufzeiten ab“, sagte Konzernchef Oliver Steil laut Mitteilung. Unter dem Strich fiel der Gewinn mit 26,5 Millionen Euro wegen höherer Steuern schmaler aus als ein Jahr zuvor mit 34,0 Millionen Euro.

Die Ziele für 2024 bestätigte Steil. Aufs Jahr gesehen peilt der Manager weiter mindestens 43 Prozent operative Marge bei einem Umsatz zwischen 660 und 685 Millionen Euro an. Für das Erreichen der Profitabilitätsziele ist im zweiten Halbjahr eine sichtbare Steigerung nötig. Das war aber auch so geplant: Teamviewer hat in der ersten Jahreshälfte bereits Investitionen in Marketing und Vertrieb hochgefahren. Der reduzierte Umfang des Sponsorenvertrags mit dem englischen Fußballclub Manchester United dürfte sich hingegen erst im zweiten Halbjahr mit Einsparungen beim operativen Ergebnis positiv bemerkbar machen. (dpa)

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