Rekordhohe SAP an der Kappungsgrenze

Bei den Aktien des Softwareherstellers SAP geht zur Wochenmitte die jüngste Rekordjagd weiter.

Bei den Aktien des Softwareherstellers SAP geht zur Wochenmitte die jüngste Rekordjagd weiter. Mit 248,60 Euro erreichten sie ihren bislang höchsten Kurs. Zuletzt gewannen sie etwas darunter noch rund ein Prozent und zählten damit zu den Favoriten im Dax. Ihre Seitwärtsphase von Anfang Dezember bis Anfang Januar scheinen sie hinter sich gelassen zu haben.

SAP ist in Bezug auf den Börsenwert der mit Abstand wertvollste Konzern im Dax. Ein steigender Börsenwert ist für SAP allerdings Fluch und Segen zugleich, denn die sogenannte Kappungsgrenze für das maximale Gewicht jedes einzelnen Unternehmens im Dax liegt bei 15 Prozent des Wertes aller 40 Indexmitglieder.

Bei einer Gesamtmarktkapitalisierung des Dax von zurzeit an die 1,8 Billionen Euro und einer gemessen am Rekordhoch erreichten Marktkapitalisierung von SAP von 305 Milliarden Euro ist die Kappungsgrenze für SAP bereits überschritten. Fonds-Anbieter und große Investoren sind dann unter Umständen gezwungen, SAP-Aktien wieder zu verkaufen.

Analysten bleiben derweil für SAP zuversichtlich. Knut Woller von der Baader Bank rechnet mit einer soliden Entwicklung im Schlussquartal 2024. Nach der Veröffentlichung der Zahlen werde er die Bewertung auf Basis der Schätzungen für 2026 anpassen, woraus eine Anhebung des Kursziels auf 265 Euro von aktuell 230 Euro resultieren dürfte.

Auch Toby Ogg von der US-Bank JPMorgan sieht mit seinem Kursziel von 260 Euro noch etwas Luft nach oben. Mit Blick auf die weiteren Jahre traut er SAP aber noch weit mehr zu, und zwar Kurse bis 425 Euro. Grundlage wäre eine Beschleunigung des Umsatzwachstums auf 15 Prozent pro Jahr sowie eine operative Gewinnmarge (bereinigte Ebit-Marge) von rund 35 Prozent im Jahr 2028, wie er in einer bereits am Vortag vorliegenden Einschätzung geschrieben hatte. (dpa)

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