Michael Dell erwartet verschärfte Chip-Engpässe 2027

Dell-Chef Michael Dell rechnet damit, dass sich die Engpässe bei Halbleitern und anderen Komponenten im kommenden Jahr weiter verschärfen.

Dell-Chef Michael Dell rechnet damit, dass sich die Engpässe bei Halbleitern und anderen Komponenten im kommenden Jahr weiter verschärfen. Die stark wachsende Nachfrage nach Rechenleistung für Künstliche Intelligenz treffe auf Produktionskapazitäten, die sich nicht kurzfristig ausbauen ließen.

«Wir haben eine strukturelle Knappheit, die 2027 wahrscheinlich noch größer sein wird als 2026», sagte Dell auf der Goldman Sachs Communacopia + Technology Conference. Das berichtet das US-Branchenmagazin crn.com. Insbesondere die schnelle Entwicklung von Large Language Models über Reasoning-Modelle bis hin zu KI-Agenten habe die Nachfrage innerhalb eines Zeitraums stark erhöht, in dem sich neue Halbleiterfabriken noch gar nicht errichten ließen.

Die Engpässe und steigenden Komponentenkosten würden auch die Preise für PCs und andere IT-Systeme nach oben treiben. Dell bestätigte, dass höhere Kosten an die Kunden weitergegeben werden. Für viele Unternehmen sei inzwischen allerdings die Verfügbarkeit der Systeme wichtiger als der Preis. Fehlende Hardware könne geplante IT- und KI-Projekte verzögern und damit das Geschäft unmittelbar beeinträchtigen.

Dell Technologies sieht sich in diesem Umfeld gut positioniert. Der Konzern verweist auf seine langjährigen Beziehungen zu Halbleiterherstellern und sein breites Produktportfolio. Dadurch könne das Unternehmen verfügbare Komponenten gezielt dorthin lenken, wo die Nachfrage besonders hoch sei.

Abonnieren
Benachrichtigen bei
guest
0 Comments

Playmobil-Werk soll zu Rechenzentrum werden

Die Mutter der bekannten Spielwarenmarke hat die Produktion ins Ausland verlagert. Im deutschen Stammwerk soll künftig Rechenleistung angeboten werden, die wichtig für künstliche Intelligenz ist.

So viele Firmen gegründet wie seit 15 Jahren nicht

In Deutschland wurden 2025 rund 183.000 Unternehmen neu gegründet, so viele wie lange nicht mehr. Es geht aber nicht in allen Branchen aufwärts.

Cancom kappt Umsatzprognose

Der IT-Dienstleister Cancom hat wegen der weiter anhaltenden Kaufzurückhaltung seine Umsatzprognose für 2026 gesenkt.