Marktwert für erbeutete Datensätze ermittelt

Eine russische Hackergruppe hat rund 1,2 Milliarden Datensätze erbeutet. Jetzt wurde der Marktwert der gestohlenen Daten ermittelt.

Nach Erkenntnissen der amerikanischen IT-Firma Hold wurden wahrscheinlich rund 1,2 Milliarden Datensätze für Konten, bestehend aus Benutzernamen und Passwort, von einer russischen Hackergruppe erbeutet. Die Datensätze sollen von rund 420.000 Webseiten stammen. Welche Seiten genau Ziel der Cyberkriminellen waren, ist zur Stunde noch unbekannt. Der Handel mit Zugangsdaten zu E-Mail-Accounts oder Online-Shopping-Portalen ist für die Täter äußerst lukrativ. Der Marktwert für derartige Daten hängt von der Qualität der angebotenen Datensätze ab. Nach einer ersten Analyse der Preisstruktur in Untergrundforen schätzt der Security-Spezialist G Data den Verkaufswert der erbeuteten 1,2 Milliarden Datensätze auf mindestens 12 Millionen Euro ein. Für verifizierte Daten sei ein deutlich höherer Erlös realisierbar, so der Hersteller weiter.

„Wieder sorgt ein Datendiebstahl, bei dem mutmaßlich milliardenfach Kombinationen von Benutzernamen und Passwörtern gestohlen wurden, für großes Aufsehen. Welche Unternehmen und Privatpersonen betroffen sind, ist zum derzeitigen Zeitpunkt noch relativ unklar. Aus unserer Sicht ist das aber auch nicht so entscheidend. Denn Unternehmen und Privatpersonen können schon lange nicht mehr verhindern, dass sie angegriffen werden oder von Datendiebstählen betroffen sind“, betont Steve Durbin, Managing Director des Information Security Forums. Internetnutzern wird zumindest empfohlen, umgehend die Passwörter für wichtige Webdienste, wie E-Mail, Online-Shopping oder Bezahldienste zu ändern, und die Sicherheitshinweise zu beachten.

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