Intel baut für fünf Milliarden Dollar Werk in Irland aus

Einst kündigte der Chip-Konzern Intel an, in einem neuen Werk in Magdeburg modernste Produktionstechnik einzusetzen. Dann wurde die Fabrik gestrichen. Jetzt baut Intel anderswo aus.

Rund ein Jahr nach dem Aus für den großen Fabrikneubau in Magdeburg investiert der Chipkonzern Intel nun doch wieder Milliarden in Europa. In Irland soll ein bestehender Standort für fünf Milliarden Euro unter anderem mit neuen Produktionsmaschinen modernisiert werden. Intel verwies auf die große Nachfrage nach Halbleitern für KI-Rechenzentren. Einst hatte der US-Konzern modernste Produktionsverfahren für Magdeburg in Aussicht gestellt.

Intel versucht unter dem seit Anfang vergangenen Jahres amtierenden Chef Lip-Bu Tan, unter anderem durch Kostensenkungen aus der Krise zu kommen. Die Aufgabe der Pläne für Magdeburg war Teil des Sanierungskonzepts. Intel hatte aber auch das Problem, dass Chipsysteme des Grafikkarten-Spezialisten Nvidia sich als viel nützlicher für Künstliche Intelligenz herausstellten als Halbleiter des Branchenpioniers.

Inzwischen setzt Intel unter anderem auf die Rolle als Auftragsfertiger mit fortschrittlichen Produktionsverfahren. Im August vergangenen Jahres bekam der US-Staat nach Druck von Präsident Donald Trump einen Anteil von rund zehn Prozent an Intel als Gegenleistung für zuvor unentgeltlich zugesagte Milliarden-Subventionen. Die USA und Europa versuchen schon seit Jahren, wieder mehr Chip-Produktions aus Asien zurückzuholen. (dpa)

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