Gesetz zur Halbleiterfertigung nimmt wichtige Hürde

Ein Gesetz zur Förderung der Halbleiterfertigung in den USA hat am Dienstag eine wichtige Hürde im US-Senat genommen.

Ein Gesetz zur Förderung der Halbleiterfertigung in den USA hat am Dienstag eine wichtige Hürde im US-Senat genommen. Mit 64 zu 32 Stimmen stimmten die Abgeordneten dafür, den Gesetzentwurf zur endgültigen Senatsabstimmung zu bringen. Das sogenannte Chips-Gesetz sieht Subventionen in Höhe von 52 Milliarden US-Dollar (51,4 Milliarden Euro) für US-Hersteller und weitere Mittel für Forschung in diesem Bereich vor. Ziel ist es, die Wettbewerbsfähigkeit gegenüber China und anderen Ländern zu stärken. Nach dem Senat bedarf es noch der Zustimmung des Repräsentantenhauses, diese gilt nach den Worten ihrer Sprecherin Nancy Pelosi als sicher.

US-Präsident Joe Biden hatte das Gesetz als eine seiner obersten Prioritäten bezeichnet. «Amerika hat den Halbleiter erfunden. Es ist an der Zeit, die Produktion – und die damit verbundenen Arbeitsplätze – nach Hause zu holen», schrieb Biden am Dienstag auf Twitter. China beobachte das Gesetz in den USA genau, weil das Land versuche die USA zu überholen. US-Handelsministerin Gina Raimondo hatte bei einem Online-Treffen mit Unternehmenschefs am Montag gesagt: «Die Realität ist, dass wir nichts investiert haben, um die heimische Chip-Produktion anzukurbeln, während China mehr als 150 Milliarden Dollar in den Aufbau seiner eigenen Kapazitäten investiert hat.»

Halbleiter gelten als Taktgeber der modernen Technikwelt und sind heute nahezu überall zu finden, etwa in Smartphones, Computer, Autos oder medizinische Geräten. Ein Mangel an Halbleitern hatte während der Corona-Pandemie zu Preissteigerungen und Lieferkettenproblemen in vielen Branchen geführt.

Bei dem Gesetz geht es auch darum, die Abhängigkeit von der Chip-Produktion in Asien zu verringern. Vor allem in Taiwan befinden sich große Fertigungskapazitäten. Angesichts der Spannungen mit China macht sich die US-Politik Sorgen um die Versorgungssicherheit. (dpa)

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