KI-Agenten im Einkauf sorgen für Skepsis

Künstliche Intelligenz wird in den nächsten Jahren zunehmend komplexe Aufgaben übernehmen können, auch beim Einkauf. Eine Mehrheit will noch überzeugt werden, dass das nützlich ist.

Die in den nächsten Jahren zu erwartende Verbreitung von KI-Agenten beim Online-Einkauf stößt bislang auf mehrheitlich skeptische Verbraucher. Darüber hinaus zeigt sich in einer Umfrage im Auftrag des Zahlungsdienstleisters Unzer sowohl ein Generationen- als auch in geringerem Umfang ein Geschlechtergefälle. Das Umfrageinstitut Insa befragte im Januar insgesamt 1.004 Menschen ab 18.

Im Einzelnen: Insgesamt schließen 37 Prozent die Nutzung KI-basierter Einkaufsassistenten für sich aus, 54 Prozent dagegen halten das bei sich selbst für «eher» oder sogar «sehr» unwahrscheinlich. Die restlichen neun Prozent waren unentschlossen oder ließen die Frage unbeantwortet.

KI-Agenten werden in den nächsten Jahren Alltag

Die «agentische» KI ist nach der derzeit üblichen «generativen» KI die nächste Stufe in der Entwicklung der Technologie. Im Online-Einkauf sind die KI-Funktionen bislang weitgehend auf die Beantwortung von Fragen und Hilfe bei der Produktsuche beschränkt. KI-Einkaufsagenten hingegen werden bestellen und – nach finalem Klick der Nutzer wie bei einer Überweisung – auch bezahlen können, einschließlich der automatisierten Abarbeitung langer Einkaufszettel. Eine große Mehrheit von 64 Prozent will die Kontrolle über das Geldausgeben nicht an die KI abgeben und jeden Schritt eines Einkaufs autorisieren.

Viele Frauen begegnen dem KI-Shopping mit Zurückhaltung

Frauen erledigen in vielen Familien nach wie vor einen Großteil der Einkäufe, sehen das Shopping mit KI-Hilfe jedoch laut Umfrage erheblich skeptischer als Männer: Weniger als ein Drittel (32 Prozent) sehen sich selbst als wahrscheinliche Nutzerinnen von KI-Einkaufsassistenten. Bei den Männern sind es immerhin 41 Prozent.

Noch viel größer ist jedoch das Generationengefälle: In der Altersgruppe ab 70 aufwärts glauben drei Viertel nicht, dass sie in Zukunft KI-Einkaufsassistenten nutzen werden. Bei den Jüngeren unter vierzig sind es auch weniger als 40 Prozent.

«Agentische» KI kommt auch im Arbeitsleben

KI-Agenten sind bislang noch nicht weit verbreitet, werden künftig aber auch im Arbeitsleben eine wachsende Rolle spielen. So hat der US-Konzern Microsoft seine in zahllosen Unternehmen und sonstigen Organisationen genutzte Bürosoftware um zahlreiche «agentische» Funktionen erweitert, angefangen von der Terminplanung über die Durchforstung von Email-Stapeln bis zur Erstellung von Tabellenkalkulation und Softwareprogrammierung. (dpa)

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