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Sonntag, Februar 22, 2026

Die CeBIT stellt sich neu auf

Die CeBIT hat eine Neuausrichtung vorgestellt: Positionierung als Business-Messe. Endkunden werden nicht mehr gezielt angesprochen. Der Samstag wird gestrichen. Ticketpreise steigen massiv.

Der neue CeBIT-Vorstand Oliver Frese präsentierte am Dienstag das neue Messekonzept: Mit einer „klaren Positionierung als das führende Business-IT-Event und einer starken Verzahnung von Ausstellung und Konferenz“ strebe die CeBIT neues Wachstum an. „Wir werden den starken Kern der CeBIT konsequent weiter ausbauen“, so Frese. „Wir setzen künftig zu 100 Prozent auf Business. Damit richten wir die CeBIT exakt nach den Wünschen unserer Kunden aus.“

In den vergangenen Jahren sei der Anteil der professionellen Besucher kontinuierlich gestiegen und habe mit 82 Prozent bei der jüngsten Veranstaltung einen neuen „Spitzenwert“ erreicht. Allerdings haben im vergangenen Jahr wiederum weniger Besucher den Weg nach Hannover gefunden. Das war von zahlreichen Ausstellern kritisiert worden. Acht Themenbereiche, Angebote für spezielle Zielgruppen und ein stärkeres Konferenzprogramm stehen im nächsten Jahr auf dem Plan. Die bisherigen vier Plattformen sind Geschichte und werden in „marktbestimmende Themenbereiche“ überführt. Dazu gehören Enterprise Resource Planning & Data Analysis, Enterprise Content Management, Web & Mobile Solutions, IT Services, Security, Communication & Networks, Infrastructure & Data Centers sowie Research & Innovations. Begleitet würden diese Themenbereiche durch Angebote für spezielle Zielgruppen. So werde es auch den Planet Reseller weiterhin geben. 

Der Samstag wird im nächsten Jahr gestrichen. Somit startet die CeBIT am 10. März und öffnet bis zum 14. März ihre Tore. Das Tagesticket kostet 60 Euro, in diesem Jahr waren es noch 39 Euro. 

„Der starke Kern der CeBIT wird so noch stärker. Für die Aussteller, die teilweise mehrere Millionen Euro in einen Auftritt auf der CeBIT investieren, geht es in Hannover mehr denn je ums Geschäft“, so Bitkom-Präsident Dieter Kempf. Ob das Konzept aufgehen wird, ist allerdings fraglich. Viele Aussteller haben ihren Auftritt auch auf Consumer ausgerichtet, um die Marke zu stärken und die „Käufer und Entscheider von morgen“ anzusprechen. Davon abgesehen war die CeBIT auch in der Vergangenheit stärker als Business-Messe ausgerichtet als beispielsweise die CES oder die IFA. Der Besucherrückgang dürfte durch das neue Konzept und die gestiegenen Ticketpreise weiter beschleunigt werden.

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