Chiphersteller TSMC steigert Umsatz trotz Nahost-Konflikt deutlich

Der taiwanesische Chiphersteller TSMC hat seinen Umsatz im ersten Quartal kräftig gesteigert.

Der taiwanesische Chiphersteller TSMC hat seinen Umsatz im ersten Quartal kräftig gesteigert. Der Erlös lag mit 1,13 Billionen Taiwan-Dollar (30,4 Mrd Euro) 35 Prozent höher als ein Jahr zuvor, wie der weltgrößte Auftragschiphersteller und wichtige Zulieferer von Nvidia und Apple am Freitag mitteilte. Analysten hatten im Schnitt etwas weniger erwartet. Im März, als der Krieg in der Golfregion schon lief, stieg der Umsatz um 45 Prozent.

Der Quartalsbericht deutet darauf hin, dass die Nachfrage nach KI-Chips in den ersten Wochen des Iran-Krieges weitgehend ungebrochen geblieben ist. Der Konflikt hat die internationalen Schifffahrtsrouten beeinträchtigt und die Öl- und Gaspreise nach oben getrieben. Die Anleger suchen nun nach Hinweisen, ob sich die Folgen des Konflikts auf die Investitionspläne großer Technologiekonzerne auswirken.

TSMC und KI-Kunden wie Nvidia sehen sich wachsender Skepsis gegenüber, ob sie ihre hohen Wachstumsraten halten können. Nach einem explosionsartigen Umsatzanstieg, der Nvidia zum wertvollsten Unternehmen der Welt und TSMC zum wertvollsten Konzern Asiens gemacht hat, wollen Investoren zunehmend sichergehen, dass die boomenden KI-Ausgaben von Dauer sind.

TSMC will die vollständigen Zahlen zum ersten Quartal am 16. April vorlegen. Das größte Unternehmen Taiwans fertigt den Großteil der weltweit fortschrittlichsten Halbleiter und profitiert stark vom globalen Wettlauf um den Aufbau von KI-Infrastruktur. Zu den Kunden zählen neben Nvidia auch Advanced Micro Devices (AMD) und Broadcom. Die TSMC-Aktie hat seit Jahresbeginn um fast 30 Prozent zugelegt und damit die Kursentwicklung vieler wichtiger Abnehmer übertroffen. (dpa)

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