Chiphersteller SK Hynix prüft Chips in Huawei-Smartphone

Der südkoreanische Chiphersteller SK Hynix hat eine eigene Untersuchung zur mutmaßlichen Verwendung seiner Produkte im neuen Smartphone des chinesischen Anbieters Huawei eingeleitet.

Der südkoreanische Chiphersteller SK Hynix hat eine eigene Untersuchung zur mutmaßlichen Verwendung seiner Produkte im neuen Smartphone des chinesischen Anbieters Huawei eingeleitet. Die Südkoreaner machten am Donnerstag deutlich, keine Speicherchips mehr an den chinesischen Technologiekonzern zu liefern. «SK Hynix macht seit der Einführung der Restriktionen der USA gegen Huawei keine Geschäfte mehr mit dem Unternehmen», hieß es in einer Stellungnahme. Was die Frage nach dem Einbau von Chips im Huawei-Gerät betreffe, «haben wir eine Untersuchung begonnen, um mehr Einzelheiten zu erfahren».

Die Nachrichtenagentur Bloomberg hatte berichtet, unter den Teilen im Smartphone Mate 60 Pro von Huawei ließen sich auch Speicherchips von SK Hynix finden. Das habe eine in Auftrag gegebene Analyse von TechInsights – eine Informationsplattform für die Halbleiterindustrie – ergeben. Die meisten Teile des Mate 60 Pro seien in China gefertigt worden. SK Hynix steche dabei als ein «isolierter internationaler Anbieter» hervor. Das koreanische Unternehmen betonte, man halte sich streng an die US-Exportbeschränkungen.

Die US-Regierung hatte Huawei 2019 unter dem damaligen Präsidenten Donald Trump mit Sanktionen belegt, die auch von der Regierung von Joe Biden nicht zurückgenommen wurden. Dadurch soll etwa verhindert werden, dass Huawei in seinen Smartphones Chips verwendet, die den modernen Mobilfunkstandard 5G unterstützen. Die USA begründen die Sanktionen mit Bedenken hinsichtlich der nationalen Sicherheit, weil der Netzwerkausrüster und Smartphoneanbieter möglicherweise mit chinesischen Behörden und dem Militär kooperiere. Huawei hat die Vorwürfe stets zurückgewiesen. (dpa)

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