Bundeskartellamt nimmt Apple unter die Lupe

Das Bundeskartellamt nutzt seine neuen Möglichkeiten zum Vorgehen gegen große Digital-Plattformen nun auch für Ermittlungen gegen Apple.

Das Bundeskartellamt nutzt seine neuen Möglichkeiten zum Vorgehen gegen große Digital-Plattformen nun auch für Ermittlungen gegen Apple. «Wir werden jetzt prüfen, ob Apple rund um das iPhone mit dem proprietären Betriebssystem iOS ein digitales Ökosystem über mehrere Märkte errichtet hat», kündigte Kartellamts-Präsident Andreas Mundt am Montag an. Mit der Reform des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB) im Januar kann das Kartellamt leichter gegen große Digitalunternehmen vorgehen, die eine «überragende marktübergreifende Bedeutung für den Wettbewerb» haben. Die Behörde prüft auf dieser Grundlage bereits Facebook, Amazon und Google.

«Wir freuen uns darauf, unseren Ansatz mit dem Bundeskartellamt zu diskutieren und einen offenen Dialog über alle Bedenken zu führen», hieß es am Montag in einer Reaktion von Apple auf die Ermittlungen. Der Konzern sei «stolz darauf, ein Motor für Innovation und Arbeitsplätze zu sein». Allein die iOS-Plattform unterstütze mehr als 250 000 Arbeitsplätze in Deutschland. (dpa)

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