Adobe mit vorsichtigem Umsatzausblick

Der Softwarehersteller Adobe hat mit einem vorsichtigen Umsatzausblick auf das vierte Geschäftsquartal aufhorchen lassen.

Der Softwarehersteller Adobe hat mit einem vorsichtigen Umsatzausblick auf das vierte Geschäftsquartal aufhorchen lassen. Der Umsatz im am 30. November endenden Quartal werde zwischen 6,8 und 6,85 Milliarden US-Dollar liegen, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Der Mittelwert dieser Spanne lag unter der durchschnittlichen Prognose der Analysten von 6,85 Milliarden Dollar.

Der bereinigte Gewinn je Aktie werde voraussichtlich zwischen 6,30 und 6,35 US-Dollar liegen, so das Unternehmen. Analysten hatten im Durchschnitt mit 6,30 US-Dollar je Aktie gerechnet. Im nachbörslichen Handel gaben die Aktien um weniger als ein Prozent nach, nachdem sie in New York bei 248,83 US-Dollar aus dem Handel gegangen waren. Bereits vor der Veröffentlichung des Quartalsberichts hatte die Aktie in diesem Jahr 29 Prozent an Wert verloren.

Der Softwarehersteller sieht sich mit einer Vertrauenskrise bei Investoren konfrontiert, die durch die Auswirkungen der Künstlichen Intelligenz (KI) ausgelöst wurde. Die Software von Adobe – bekannt für Programme wie Photoshop – galt lange Zeit als Standard für Kreativ- und Marketingprofis. Doch durch generative KI ist es einfacher geworden, visuelle Medien ohne die teuren Produkte des Unternehmens zu erstellen, und viele der beliebtesten neuen KI-Tools stammen von Wettbewerbern.

Im dritten Geschäftsquartal (per 28. August) stieg der Umsatz um 13 Prozent auf 6,76 Milliarden Dollar. Der Gewinn lag – bereinigt um bestimmte Posten – bei 6,13 US-Dollar pro Aktie. Analysten hatten im Durchschnitt mit einem Gewinn von 6,08 US-Dollar je Aktie bei einem Umsatz von 6,7 Milliarden Dollar gerechnet. (dpa)

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