02 kauft E-Plus

Telefónica Deutschland, die Muttergesellschaft von O2, kauft den Mobilfunker E-Plus. Damit schließen sich die Nummer drei und vier auf dem deutschen Markt zusammen.

Überraschung im Mobilfunk: 02, beziehungsweise die Mutter Telefónica Deutschland, übernimmt den Wettbewerber E-Plus. Mit insgesamt 43 Millionen Kunden wäre das Unternehmen einer der führenden Telekommunikationsanbieter in Deutschland, so 02 in einer Mitteilung. Der Erwerb erfolgt vorbehaltlich der Zustimmung der Aktionäre auf den Hauptversammlungen und der zuständigen Aufsichtsbehörden. Der Abschluss der Transaktion wird für Mitte des Jahres 2014 erwartet.

Mit dieser Transaktion werde Telefónica zu einem führenden Telekommunikationsunternehmen in Deutschland, betont der Konzern. Das Unternehmen hätte auf Basis der Jahresergebnisse von 2012 einen gemeinsamen Umsatz von insgesamt 8,3 Milliarden Euro. „Beide Unternehmen sind als dynamisch und innovativ bekannt, da sie den Markt immer wieder mit neuartigen Produkten und Services verändern. Dies wird auch weiterhin unsere Unternehmensstrategie sein“, so Rene Schuster, Vorstandsvorsitzender von Telefónica Deutschland Holding AG. 

Die geplante Übernahme sieht im ersten Schritt vor, dass E-Plus eine 100-prozentige Tochtergesellschaft von Telefónica Deutschland wird. KPN erhält dafür 3,7 Milliarden Euro sowie einen anfänglichen Anteil an Telefónica Deutschland in Höhe von 24,9 Prozent. Die Transaktion mit KPN wird vollständig durch eine voll garantierte Kapitalerhöhung finanziert. Telefónica S.A. wird die ausgegebenen Aktien entsprechend seiner jetzigen Beteiligung an der Telefónica Deutschland zeichnen. Neue Verbindlichkeiten würden durch Telefónica Deutschland nicht aufgenommen. Damit bleibe der Verschuldungsgrad auf einem niedrigen Niveau. Während der Prüfungsphase durch diverse Behörden werde sich für die Kunden nichts ändern, so das TK-Portal Teltarif. Auch danach sei, zumindest aus derzeitiger Sicht, nicht mit erheblichen Preissenkungen zu rechnen. Da alle drei Mobilfunkanbieter dann in etwa gleichauf liegen würden, komme der extreme Wettbewerb erfahrungsgemäß etwas zum Erliegen. Es werde also nicht mehr um jeden Cent gekämpft. Für den Kunden könnten sich nach dem Zusammenschluss auch Nachteile ergeben, nämlich dann, wenn aus Kostengründen beispielsweise Mobilfunkmasten abgeschaltet würden oder wenn ein Mast plötzlich von wesentlich mehr Kunden genutzt würde und sich damit die Qualität verschlechtere, so das Portal weiter.

Abonnieren
Benachrichtigen bei
guest
0 Comments
Inline-Feedbacks
Alle Kommentare anzeigen

Schwarz Digits will Europas Cloud-Riese werden

Nicht nur Lebensmittelhandel, sondern jetzt auch digitale Souveränität made in Europe: Auf ihrem neuen Geschäftsfeld hat sich die Digitalsparte der Schwarz Gruppe hohe Ziele gesteckt.

Felipe Schwartzmann wird EMEA-Vertriebschef von Genesys

Genesys hat Felipe Schwartzmann zum Senior Vice President (SVP) und Regional Sales Leader für Europa, den Nahen Osten und Afrika (EMEA) ernannt.

Oracle-Geschäft profitiert von KI-Boom

Oracle setzt in großem Stil auf Rechenzentren für Künstliche Intelligenz. An der Börse gab es Zweifel, ob die hohen Investitionen sich lohnen werden - doch das Geschäft brummt.
ANZEIGE
ANZEIGE