Restrukturierung und Entlassungen bei Redcoon

Der Online-Shop von Redcoon ist derzeit offline. Ein Großteil der Stellen am Standort Aschaffenburg soll wegfallen. Media Markt/Saturn äußert sich zum Umbau.

Der Online-Shop vom Etailer Redcoon ist seit einigen Tagen offline. Am 02. Mai sei das System nach einem «umfassenden» Umbau wieder online, heißt es derzeit auf der Website. Die Muttergesellschaft Media/Saturn betont gegenüber Heise, dass hinter dieser Maßnahme der Umzug von Redcoon auf das Shopsystem von Media Markt und Saturn stehe, der Anfang Mai abgeschlossen sein soll. Vor der Abschaltung getätigte Bestellungen sollen aber normal ausgeliefert werden, heißt es weiter. Doch mit der Restrukturierung des Shop-Systems geht offenbar auch ein Abbau von Arbeitsplätzen einher, wie das Main Echo berichtet. Demzufolge sollen am Redcoon-Standort in Aschaffenburg 70 bis 100 Stellen gestrichen werden. Bislang sind dort rund 150 Mitarbeiter für den Online-Händler tätig. «Ist es ein wei­te­rer Schritt auf dem Weg zum end­gül­ti­gen Aus für den eins­ti­gen Stern des Elek­tro­nik-On­li­ne­han­dels?», fragt Main Echo.

Eine Frage, die offenbar nicht ganz unberechtigt ist. Media Markt/Saturn hatte die Mehrheit an Redcoon im Jahr 2011 übernommen. Der Umsatz sank in Folge von 403 Millionen Euro auf 338 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2014/2015. Zugleich stiegen die Verluste. Während sich das Geschäft der reinen Online-Marke Redcoon negativ entwickelt hatte, ist man in Ingolstadt mit dem Online-Auftritt der beiden Marken Media Markt und Saturn zufrieden. Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnte hier der Umsatz um rund 35 Prozent auf 1,6 Milliarden Euro gesteigert werden. 

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