Amazon gibt erstmals deutsche Umsatzzahlen bekannt

Bislang musste die Branche die Umsätze von Amazon in Deutschland schätzen. Jetzt gibt der Online-Händler erstmals Zahlen bekannt. Sie sind noch höher als erwartet. Außerdem startet die virtuelle Währung „Amazon Coins“.

Die Zahlen zu den deutschen Umsätzen gehen aus einem Bericht an die amerikanische Börsenaufsicht SEC hervor, wie die FAZ berichtet. Demnach hat der Etailer hier zu Lande im Jahr 2012 einen Umsatz von 8,7 Milliarden Dollar erwirtschaftet. Deutschland stand damit im vergangenen Jahr für 14 Prozent des Gesamtumsatzes von Amazon, der bei 61,1 Milliarden Dollar lag. Bislang wurde geschätzt, dass Amazon „mehr als“ zehn Prozent zum Amazon-Konzernumsatz beiträgt. Der Bundesverband des Deutschen Versandhandels schätzt den Gesamtumsatz des deutschen Online-Handels im vergangenen Jahr auf 27,5 Milliarden Euro. Demnach steht Amazon für fast ein Viertel der gesamten deutschen Etail-Branche.

Darüber hinaus startet Amazon eine eigene Währung. Wenn auch „nur“ eine virtuelle. Vergleichbar mit den bekannten Bitcoins kann in den USA ab Mai mit den „Amazon Coins“ gezahlt werden. In einem ersten Schritt ist die neue Währung für Apps und Spiele für das hauseigene Tablet „Kindle“ konzipiert. Für App- und Spiele-Entwickler sei die neue Währung eine gute Gelegenheit, höhere Umsätze über die Kindle-Plattform zu generieren. Appstore-Entwickler würden außerdem die übliche Umsatzbeteiligung in Höhe von 70 Prozent erhalten, wenn mit den neuen Amazon-Coins bezahlt wird. Der Etailer will offensichtlich mit diesem Schritt die Entwickler-Gemeinde enger an sich binden: “Wir machen es den Entwicklern einfacher, Millionen neuer Kunden zu erreichen. Wir werden zum Start eine erhebliche Menge an Amazon Coins spendieren“, betont Paul Ryder, bei Amazon für Apps und Spiele verantwortlich.

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