Karin Schick verkauft Cancom-Anteile

Die Aufregung war groß, als Karin Schick, die Tochter von Bechtle-Gründer Gerhard Schick, bei Cancom eingestiegen war. Jetzt liegt ihr Anteil nur noch bei 2,36 Prozent.

Die Aufregung in der Branche war groß, als sich Karin Schick im Mai 10,15 Prozent am Systemhaus Cancom gesichert hatte. Das Prekäre an der Situation: Karin Schick war nicht irgendein neuer Investor. Sie ist die Tochter von Bechtle-Gründer Gerhard Schick und mit einem Anteil von 35 Prozent Hauptaktionärin von Bechtle und investierte in den direkten Konkurrenten. Sogar Übernahme-Gerüchte machten die Runde, die Bechtle-Chef Thomas Olemotz entschärfen musste: „Wir haben eine Handvoll Angebote zur Prüfung auf dem Tisch. Cancom gehört nicht dazu.“

Viel Lärm um nichts, kann man jetzt wohl dazu sagen: Cancom gab in einer Pflichtmitteilung bekannt, dass der Stimmrechtsanteil von Karin Schick am 16.08. die „Schwelle von 3 Prozent der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 2,36 Prozent (das entspricht 270.000 Stimmrechten) betragen hat.“ Zum Monatsanfang war bereits Immobilienunternehmer und Großaktionär Johann Vielberth mit seiner Elber Beteiligungsgesellschaft bei Cancom ausgestiegen. Er hatte zuletzt rund zehn Prozent am IT-Dienstleister gehalten. In beiden Fällen kann es sich somit um Gewinnmitnahmen gehandelt haben.

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